Samstag, 5. Mai 2012

Campingplatz Cnossen Leekstermeer


In einer knapp 3 stündigen Anreise haben wir unseren Campingplatz in einer ruhigen und entspannten Anreise erreicht. Wir hatten uns einen Platz in der Nähe von Groningen ausgesucht, der von viel Wasser umgeben ist. Der Platz selbst ist etwa 11 KM von Groningen entfernt.
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Die Wahl fiel auf den Campingplatz Cnossen Leekstermeer. Wir hatten uns für den Platz entschieden, weil wir es einfach lieben auf Wasser sehen zu können. In einem Forum hatte ich einen Reisebericht aus dem Jahr 2010 gefunden und dann den Link meiner Frau gezeigt. Auch Gitta war begeistert und so haben wir den Platz sofort gebucht.
zum Campingplatz



Der Campingplatz ist wirklich 1 A, Empfang war super nett und auch auf dem Platz selbst wurden wir sehr freundlich von den Nachbarn begrüßt. Wir waren die einzigen deutschen auf dem Platz soweit ich das gesehen habe, aber ich muss auch gestehen das uns das nicht wirklich gestört hat.
Ungewöhnlich nur, dass es vor der Schranke keinen Parkstreifen zum einchecken gab, so blockiert man halt die Einfahrt, aber unsere Nachbarn sind da etwas entspannter als wir Smiley

Was macht den Platz so besonders?

es ist die Kombination aus einem Wassersportzentrum und einem Campingplatz, so hatten wir es bis dato noch nie erlebt ein schöner Platz mit einem herrlich Ausblick!
Wer mag kann mit seinem Boot den Platz erreichen und direkt im Hafen vor oder von hinten hinterm Wohnwagen am Platz festmachen.

Aber beginnen wir von Anfang an…
Nach dem einchecken gab es die erste kleine Hürde, die Einfahrt ist recht eng zum Hafen und wenn man nicht so geübt ist mit dem Gespann kann es eng werden, eine der kleinen Begrenzungsleuchten unten am Rahmen blieb prompt am Busch hängen, da ich zu früh eingeschlagen hatte. Sicher auch aus Unachtsamkeit, da ich natürlich wieder die Augen mehr auf den Hafen hatte, als auf die Spiegel… Eine kleine Schramme und ein Lämpchen weniger, was solls…. wir haben ja Urlaub und sind entspannt Smiley
Jetzt war es nur noch ein kleines Stück zum Stellplatz, der Weg ist recht schmal und rechts vom Weg also in Richtung Wasser ist eine kleine Absenkung, beim abkuppeln ging ich einen Schritt zurück und knickte mit dem Fuß um und fast wäre ich im Hafen gelandet… Warum ich das erzähle? Nur der Vollständigkeit halber und weil die Frau des Hauses sich halb totgelacht hat. Ich bin sicher, wäre es schief gegangen und ich wäre im Bach gelandet, hätte Sie erst den Fotoapparat geholt und mir erst nach den ersten Beweisfotos geholfen.
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Die Rille ist hier deutlich zusehen Smiley
Aber es ging munter so weiter

Nach dem abkuppeln kam der Mover zum Einsatz, da wie gesagt der Weg recht schmal war und es einfach so am bequemsten ist. Wenn man allerdings beim einschwenken die Länge der Deichsel im falschen Verhältnis zur Breite des Weges sieht, tja dann landet das Bugrad im Hafenbecken und er Wagen liegt einfach klasse auf und nix geht mehr…. Für unsere Nachbarn natürlich mal wieder ein typisch deutsches Schauspiel, aber sie waren fair, niemand hat gelacht  und fotografiert hat auch keiner. Jedenfalls hatte ich nichts bemerkt…
Zum Glück war es direkt am Steg und so konnte ich den Wagen an der Kupplung anheben und dann schnell rückwärts auf den Platz. Gitta hatte sich schnell von Ihrem Schreck erholt, hatte sie doch schon den Wagen im Hafen gesehen …
Was mich rückwirkend betrachtet etwas stutzig macht, ist die Tatsache das der eigene Mann im Hafen ruhig ertrinken darf und dabei auch noch gelacht wird, aber beim Wohnwagen dann Panik aufkommt. Smiley
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So haben wir gestanden

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Der hintere Teil vom Stellplatz:
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Aber die kleinen Hürden waren noch nicht überwundern. Bei der Ankunft war das Wetter nicht so toll und es war ziemlich stürmisch. Also Vorzeltaufbau wurde  auf den nächsten Tag verschoben. Am Abend ging dann auch noch das Gas aus aber was solls, leben in der Lage nannte man das früher bei der Bundeswehr und dann den elektrischen Heizofen aus dem Staukasten geholt. Selbstredend das die Flaschen in Holland nicht gleich sind und nicht mal eben so getauscht werden können. Aber die Entfernung zur Grenze ist ja nicht so riesig und so haben wir dann am nächsten Tag noch einen kleinen Ausflug zur Grenze gemacht.
Natürlich hätte man zuvor die fast leere Flasche auch gegen die volle Ersatzflasche im Schuppen zuhause tauschen können. Aber Männer können eben nicht an alles denken …
Das am nächsten Abend noch die Innenklappe vom Staukasten abgebrochen ist, nehmen wir mal in die Abteilung “kleinere Dinge die die Welt nicht braucht”.
Okay so sieht das ganze von oben aus:
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Ausblick beim Frühstück:
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Der Ankunftstag bei nicht so schönem Wetter:

Preise und Leistungen

wir hatten eine für eine Woche gebucht und für 7 Übernachten insgesamt 175 ,—Euro bezahlt. Enthalten waren alle Kosten wie Strom, Kurtaxe und Wasser etc. Wir hätten auch das kostenlose Internet nutzen können, aber wir haben vor längere Zeit schon die Entscheidung getroffen im Urlaub auf das Internet zu verzichten. Es gab da auf der Internetseite ein entsprechendes Angebot. Entgegen unsere üblich Vorgehensweise hatten wir auch vorab bezahlt, bei dem Betrag aber auch ein überschaubares Risiko.

Sanitärgebäude

Es ist schon erstaunlich wie es machen Campingplätzen es gelingt die Dinger wirklich top in Ordnung zu halten. Hier mal wieder ein positives Beispiel. Duschen und WC´s waren tipp top sauber und gepflegt. Gewöhnungsbedürftig nur, das es keine getrennten Toiletten und Waschräume für Männer und Frauen gibt. Allerdings waren die Waschgelegenheiten und Duschen immer in Einzelkabinen. Insgesamt gibt es für den Platz 3 Sanitärgebäude zwei kleinere und ein großes. Nirgendwo konnte man meckern. Es gab keine Duschmarken o.ä, was mich jedoch nervte war die Tatsache das man die Temperatur nicht regeln konnte. Ich dusche gern zum Abschluss etwas kühler das regt den Kreislauf so schön an und macht frisch, aber man kann eben nicht alles haben.  Ich habe das kleinste Sanitärgebäude  mal fotografiert.
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SAT Empfang
Es gab keinerlei Probleme mit dem SAT Empfang und ich hatte diesmal die große Schüssel mitgenommen, da wir mit der kleinen 35 cm Schüssel doch das ein oder andere Mal Probleme hatten.
Gegen Aufpreis kann man einen Komfortplatz bekommen, der zusätzlich auch über einen Anschluss für Digitales Fernsehen bietet. Damit es mit der Schüssel etwas einfacher wird, hatte ich mir ein Alu Rohr einer ausgedienten Wäschespinne mitgenommen und eine Bodenhülse zum Einschrauben, aufgrund des Sturmes am den ersten Tagen musste ich die Schüssel doch ein wenig abspannen. Ich hätte nicht damit gerechnet das es bei dem Wind was wird, aber obwohl die Schüssel etwas geschaukelt hat, hatten wir keine Probleme mit dem Empfang
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So und hier ein kleiner Rundgang über den Platz, für jeden Geschmack gibt es etwas. Wer das Wasser liebt stellt sich an den Hafen, wer es etwas ruhiger mag, sucht sich einen Platz mit Blick auf die Wiesen.
Ganz klasse fand ich, dass der Platz von Gräben durchzogen war und man am Platz anlegen konnte. so man ein eigenes Boot hatte oder sich dort vor Ort eines geliehen hatte. Man kann Segelboote, Kanus und Motorboote vor Ort ausleihen.
Unser Fazit zu diesem Platz
Aus unserer Sicht gab es nichts zu meckern und es ist ein Platz den man bedenkenlos anderen Campern empfehlen kann. Einkaufsmöglichkeiten bestehen in unmittelbaren Entfernung und in Groningen, dass etwa 11 Km entfern ist. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und fahren auch sicher mal wieder dort hin. Wer übrigens ohne Wohnwagen kommt, kann in einem der schönen kleinen Ferienwohnungen auf dem Platz Quartier beziehen.

Hier noch einige Bilder vom Rundgang auf dem Platz