Montag, 30. September 2013

Winterpause für den Wohnwagen

Die Saison ist vorbei und der Winter naht , was ist zu tun, damit unser Wohnwagen keinen Schaden nimmt?

Als erstes räumen wir den Wagen immer erstmal auf, alle Klappen auf und dann erstmal sortieren was drin bleiben soll und was nicht, wir haben bei solchen Aktionen schon Dinge gefunden, die wir schon verloren geglaubt haben. Wir putzen den Wagen, dann hat man im Frühjahr etwas weniger Arbeit und das überflüssige Zeugs ist schon mal raus.Das spart deutlich Gewicht, denn sonst schleppt man wieder Dinge mit, die keiner braucht. So eine "Entrümpelungsaktion" ist immer wieder ein Erlebnis :-)

Wir stellen alle Polster auf und öffnen alle Schränke und Klappen im Wohnwagen, so kann die Luft im Wohnwagen zirkulieren und es kann sich kein Schwitz oder Kondenswasser bilden und uns böse Überraschungen in Sachen Schimmel bereiten. Wir gehören auch zu den unbelehrbaren Campern die einen Luftentfeuchter aufstellen. Viele Camper halten das für Blödsinn, weil ja über Zwangsbelüftungen wieder Luftfeuchtigkeiten nachströmen kann. Das Argument mag stimmen, wir fühlen uns so besser und haben auch den Eindruck das dadurch der Geruch im Wohnwagen angenehmer ist. Letztendlich ist der Kostenfaktor auch nicht so hoch, aber wie gesagt in den Internetforen immer ein Diskussionsthema.
Getränke sollten vollständig aus dem Wohnwagen entfernt werden, es wäre nicht das erste Mal das eine Flasche Rotwein friert, platzt und bei höheren Temperaturen dann der ganze Wagen versaut ist. Der Ouzo kann natürlich drin bleiben :-)


Die Tanks sollten gereinigt und desinfiziert werden und danach vollständig entleert werden. Im Tank selbst ist meist im Boden ein Stöpsel den man lösen kann. Zusätzlich gibt es in der Nähe des Tanks Auslaufhähne die vollständig geöffnet werden sollten. Die Wasserhähne sollte in Mittelstellung gebracht werden und bleiben geöffnet. Da unser Wohnwagen auch im Winter am Strom hängt, habe ich einen Schalter verbaut der die Stromversorgung zu den Pumpen unterbricht. 
Restwasser bekommt man prima raus wenn man den Duschkopf abschraubt und in den Schlauch kräftig hinein bläst. aber auch Luftpumpen und andere Hilfsmittel leisten da gute Dienste.

Gerade Besitzer einer kleine Therme sollten auf eine Vollständige Entleerung achten. Im Frühjahr steigen die Verkaufszahlen der Ersatz- Ummantelungen immer rapide an, die Dinger sind mega frostempfindlich! 

Den Tank für die Toilettenspülung kann man vollständig entleeren, meist findet sich an der Außenklappe ein kleines Rohr aus Glas, das den Füllstand anzeigt, oben hängt das kleine Rohr in eine Gummistück, dort kann man das Rohr vorsichtig herausziehen und nach unten drücken, so kommt das Wasser aus dem Tank.
Wir leeren den Tank allerdings nicht, da wir auch im Winter mal losfahren. Dazu fülle ich den Tank zusätzlich mit Frostschutz für Scheibenwaschanlagen auf, so spart man sich böse Überraschungen und es ist auch die Lösung für die Fälle, wo eine 100%ige Entleerung des Tanks nicht gelingen mag.

Zum Thema Tankreinigung habe ich einen eigenen Blogbeitrag erstellt:
http://wohnwagen-urlaub.blogspot.de/search/label/Trinkwasser%20im%20Wohnwagen

Türdichtungen und Fensterdichtungen sollten gründlich gereinigt werden, insbesondere in den Wülsten mit Lappen und warmen Prilwasser feucht auswischen. Staub und Sand muss da raus! Danach wird man wie am Auto auch mit Pflegemittel Glycerin, Silikon oder Talg einschmieren.

Kühlschrank gründlich reinigen, danach mit Essig auswischen, das desinfiziert und sorgt für einen angenehmen Geruch. Der Kühlschrank muss offen stehen bleiben, damit sich kein Schimmel bildet. Gasflasche abdrehen, Kappe drauf und die Schläuche auf Schäden prüfen. Darauf achten das die Lüftungen im Gaskasten sauber und vollkommen frei sind.

Die Handbremse muss gelöst werden, damit diese im Frühjahr nicht fest sitzt.

Beim Thema Reifen gibt es wieder die größten Diskussionen, die einen bocken den Wagen auf und decken die Reifen ab, damit die UV Strahlung die Reifen nicht schädigen kann. Andere fahren den Wohnwagen in Schalen um Standplatten zu vermeiden. Ich persönlich erhöhe lediglich den Luftdruck um 0,5 bar und mehr unternehme ich da nicht. Wir verwenden grundsätzlich Markenreifen und tauschen diese spätestens nach 5 Jahren.

Batterien sind auch ein wichtiges Thema, diese müssen unbedingt vor eine vollständigen Entladung geschützt werden. Man kann die Batterie ausbauen und im Keller lagern, zuvor sollte man die Batterie vollständig laden und alle 6-8 Wochen den Ladezustand kontrollieren und ggf. erneut laden. Da unser Wohnwagen am Haus steht, lasse ich die Batterie im Wohnwagen und steuere das Ladegerät über eine Zeitschaltuhr die jeden ersten Freitag im Monat die Batterie lädt. Immer wieder lese ich das die Batterie raus muss, weil die Kälte der Batterie schaden kann. Ich sehe das nicht so, denn im Auto baut man die ja im Winter auch nicht aus. Entscheidend ist man regelmäßig die Batterie lädt.
Zum Thema Batterien habe ich noch einen Beitrag im Blog der sich etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigt. In dem Beitrag werden auch die unterschiedlichen Batterietype vorgestellt und erklärt.

http://wohnwagen-urlaub.blogspot.de/search/label/Batterien%20f%C3%BCr%20Wohnwagen

Schneelasten auf dem Dach
Man sollte das Gewicht von Schnee nicht unterschätzen, steht der Wohnwagen weit entfernt im Freien (z.b. auf dem Dauercampingplatz) und man hat keine Kontrolle darüber, kann man das Dach von innen abstützen. Dazu findet man im Baumarkt Stützen die man durchaus dazu verwenden kann. In unserem Fall ist das etwas einfacher, da der Wagen am Haus steht, liegt viel Schnee drauf fege ich zwischendurch das Dach ab.

Planen Ja oder Nein?

Auch das ist in Internetforen immer wieder ein Thema, die einen meinen man muss das unbedingt machen, die anderen raten davon ab. Ich persönlich würde auch keine Planen verwenden, da das Schwitz / Kondenswasser 
den Wohnwagen schaden kann und weil ich denke das Fenster und Lack verschrammt werden können, wenn Wind und Sturm die Plane bewegt.
Zusätzlich bin ich der Meinung das ein Wohnwagen auch für draußen gebaut wird.
Hat man die Möglichkeit den Wohnwagen in einer Scheune oder unter einem Unterstand abstellen zu können, ist das natürlich perfekt. 

Wenn möglich sollte man seinem Wohnwagen immer mal wieder einen Besuch abstatten und kräftig lüften. Auch hier haben wir den Heimvorteil das der Wagen am Haus steht.

Allerdings verwende ich den Wohnwagen gern nach dem Kartenspielen bei Freunden als Gästebett, damit die Frau des Hauses in Ruhe schlafen kann :-) Dabei mache ich schon tagsüber die Heizung an (auf kleiner Flamme). An den Fensterdichtungen wird man im Herbst und Winter Wasseransammlungen bemerken.

Nach Ausnüchterung gibt es dann einen starken Kaffee und der Wagen wird ordentlich gelüftet, damit verschwinden die Waseransammlungen an den Fenstern automatisch und die Luftqualität verbessert sich deutlich :-)

Da ich gerne bei offenem Fenster schlafe, halte ich das im Wohnwagen auch so, das Fenster wird einen Spalt breit geöffnet, auch wenn die Heizung läuft. Der Mehrverbrauch schlägt kaum zu Buche, da ich die Heizung über Nacht eh nur auf kleiner Stufe betreibe.


Die Stützen sollten gereinigt werden und dabei besonders die Spindeln, ich erledige das immer mit einem Hochdruckreiniger. Danach sprühe ich die mit WD 40 ein, andere verwenden Teflonspray. Waffenöl ist übrigens identisch mit WD 40. Nicht verwenden sollte man Fette, da diese den Dreck anhaften lassen und dann die Spindel blockieren können. Kurbeln Sie den Wagen nicht mit den Stützen hoch um ggf. die Reifen zu entlasten. Stützen sollen abstützen, nicht anheben! 
Ansonsten kann es einem passieren, das der Boden bricht und die Stütze dann im Kleiderschrank steht...

Besitzer von Senseo Kaffeemaschinen und ähnliche Geräten, sollten diese im Winter unbedingt aus dem Wohnwagen nehmen, da in den Maschinen immer ein Rest Wasser bleibt und die Dinger sehr empfindlich sind.

Fernseher, Radio usw.lasse ich im Wagen, wobei im Winter diese Geräte erst eingeschaltet werden sollten nach dem es bereits ca 30- 40 Minuten  warm ist im Wohnwagen, ansonsten kann es einem passieren, dass die Netzteile sich in die ewigen Jagdgründe verabschieden. 

Hab ich was vergessen? Verbesserungsvorschläge? Immer gern gesehen per Mail an Robert-Gabriel@gmx.de









    

Freitag, 27. September 2013

Gasprüfung für Wohnwagen und Wohnmobile

Die Gasprüfung ist in den einschlägigen Internetforen ein absoluter Dauerbrenner. Die einen halten Sie für überflüssig, die anderen würden niemals darauf verzichten und noch andere werden nicht müde darauf hinzuweisen, dass die Gasprüfung zumindest für Wohnwagen keine Pflicht ist.

Erschreckend das diese Art der Diskussion überhaupt geführt wird. Der gesunde Menschenverstand sollte jedem klar machen, dass Gas eben nicht ungefährlich ist und es ratsam ist die Anlage alle zwei Jahre durch einen Fachmann prüfen zu lassen. 

In der Zwischenzeit schadet es auch nicht wenn der Besitzer mal eine Sichtprüfung macht und Leitungen und Verschraubungen mal mit so einem Leckspray einsprüht, um offensichtliche Lecks zu entdecken.
Flüssiggas-Anlage: Alle zwei Jahre zum Check!
Erst mit einer gut funktionierenden Heizung, dem Gaskocher und ggf. den auf Gas betriebenen Kühlschrank wird Camping zu einem wirklich komfortablen Erlebnis.

Gas ist jedoch ein hochbrisanter Stoff, aus diesem Grunde ist für Wohnmobile die 2 jährige Prüfung Pflicht und wird beim TÜV als erheblicher Mangel gewertet sofern diese nicht durchgeführt wurde, somit bekommt man auch keinen Plakette für die HU. Beim Wohnwagen wird es als keiner Mangel gewertet und man bekommt die TÜV Plakette dennoch.
Dieser Unterschied ist mindestens so schwachsinnig, wie manche politische Entscheidung im Bundestag....

Welchen Unterschied macht es? 11Kg brennendes Gas verhalten sich im Wohnwagen ebenso, wie im Wohnmobil.

Aus diesem Grund steht für mich fest, dass eine Prüfung mindestens alle 2 Jahre erfolgen sollte, wenn schon nicht aufgrund von gesetzlichen Vorschriften, dann wenigstens aus Gründen der Vernunft.

Die Prüfung kann man bei den Händlern, dem TÜV, der Dekra und bei anderen Fachkundigen die eine entsprechende Prüfung ausführen dürfen erledigen lassen.

Die Prüfung sollte auch für solche Fahrzeuge erfolgen, die fest auf einem Campingplatz stehen.

Wir persönlichen lassen die Gasprüfung beim TÜV gleich mit erledigen.

In der Regel findet man in den Platzordnungen der Campingplätze auch den Hinweis, dass man nur auf den Platz darf, wenn man einen gültige Gasprüfung vorweisen kann.

Nun gibt es immer wieder gequälte Camperseelen die diese Prüfung als Abzocke bezeichnen und gleichzeitig als überflüssig abtun...

Offensichtlich ist einigen Menschen das Thema Sicherheit nicht so wichtig und es ist schade um das liebe Geld, kann man doch besser in Pils und Korn investieren oder?

Schlimm auch die unsäglichen Diskussionen darüber, ob der "TÜV Heini" das überhaupt vernünftig kann und auch macht... 

Einfach erschreckend was manche sich gegenüber ausgebildeten KFZ Meistern und Ingenieuren   herausnehmen. Manche Beiträge in den Internetforen erinnern mich an die einschlägigen Camper Folgen in der auch manch schlichtes Gemüt unterwegs war :-)

Aber zurück zur sachlichen Ebene, wir persönlich sind Kunden beim TÜV Nord (Delmenhorst) und sind dort immer freundlich, zuvorkommend und fachlich kompetent bedient worden.

Eine Sichtprüfung nehme ich regelmäßig und vor Antritt der Fahrt immer vor. Dabei prüfe ich auch, ob die Flasche verschlossen ist.

Sie sind verpflichtet, diese Gasprüfung durchführen zu lassen und eine Gasplakette an Ihrem Wohnwagenheck anzubringen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, die Betriebserlaubnis für Ihren Wohnwagen zu verlieren.

Diese Prüfung ist in Deutschland eine behördliche Auflage und zwingend notwendig für das Betreiben einer Gasanlage im Wohnwagen. 

Weil es in der Vergangenheit immer wieder zu Gasunfällen in Wohnwägen gekommen ist, verlangen auch Campingplätze immer häufiger nach dieser Überprüfung.

Oft gibt es auch mobile Servicedienste die für wenig Geld die Prüfung direkt auf dem Campingplatz durchführen.

Der Betrieb von Heizung oder Kühlschrank während der Fahrt ist untersagt, sofern man nicht die Fachhandel erhältlichen Spezialanschluss  Secu Motion verwendet.


Auch für einige ältere Wohnwagen gibt es eine Ausnahmeregelung.

Aber unabhängig von irgendwelchen Vorschriften bleibt bei uns das Gas während der Fahrt abgeschaltet und der Kühlschrank wird mit Eiskühlern aus der Gefriertruhe kalt gehalten. Auch 1 Liter Tetra Packs mit Saft die man einen Tag zuvor in der Gefriertruhe hatte. leisten da gute Dienste.

In neueren Wohnwagen sollte auch der Betrieb über die 12 Volt Leitung während der Fahrt funktionieren.

Auf den Fähren ist der Betrieb der Gasanlage verboten, das Gas muss abgestellt sein und der Flaschenkasten / Gaskasten darf nicht verschlossen sein, damit Personal im Notfall sofort an die Flaschen kann.

Batterien, Stromleitungen und andere Zündquellen dürfen sich nicht im Gaskasten/Flaschkasten befinden!
  • keine Schalter
  • Steckverbinder 
  • Lampen
  • Batterien
  • Pumpen
  • Sat Kabel und Dosen
  • etc.
Zündquelle ist ein weit gefasstes Wort. Schalter, Lampen, aber auch Motoren, wie Wasserpumpen (beim Einschalten und hochfahren und beim Betrieb mittels Kollektor und Läufer entstehen Funken) sind Zündquellen.

Sat Antennenkabel führen 15 Volt Gleichstrom zur Versorgung des LNBs. Es enstehen auf jeden Fall kleine Funken beim zusammen stecken (schrauben).


Ausnahmen:

  • EX-geschützten Teile
  • Gasfernschalter
  • Duomatic
  • Eis EX
  • usw.
Verordnung geregelt im Blatt G607 der DVGW.

Zum Thema Gasflaschen:
  • Flaschen müssen der Druckbehälterverordnung entsprechen.
  • Es dürfen innerhalb von Fahrzeugen nur je eine Gebrauchs- und eine Vorratsflasche bis zu je 14 kg Füllgewicht vorhanden sein.
  • Alle Flaschen müssen durch Halterungen unverrückbar und fest mit dem Fahrzeug verbunden und gegen Verdrehen gesichert sein.
  • Die Flaschenkästen oder -schränke müssen unverschließbare Öffnungen von mindestens 100 cm² freiem Querschnitt haben, die in oder unmittelbar über dem Boden zur Außenluft führen.
Druckregler:

Druckregelgeräte müssen DI N 4811, Teil 7, entsprechen, fest eingestellt sein und den Druck auf den Betriebsdruck der Geräte von 50 mbar, bzw. 30 mbar herabsetzen. Das Druckregelgerät ist unmittelbar am Entnahmeventil der Flasche oder des Gastanks anzuschließen.

Die Gasprüfung muss nach der europäischen Norm EN 1949 und EN 12864/13786 erfolgen. Und diese fordern einen Austausch der Druckregelgeräte und der Schlauchleitungen spätestens nach zehn Jahren ab dem Herstelldatum. Der Zustand der Teile spielt dabei keine Rolle.
Schlauchleitungen:

Die Verbindung zwischen dem Druckregelgerät, der Gasflasche und der festen Rohrinstallation ist mit einer Schlauchleitung nach DIN 4815 herzustellen. Die Schlauchlänge darf bei Aufstellung der Flaschen in Schränken und Kästen 30 oder 40 cm betragen.

Ergänzungen von Lesern:

Auf deine Frage, ob ggf. etwas fehlt oder ergänzt werden könne:
Die beweglichen Gasschläuche inkl.Druckminderer und Geräteanschluss-Leitungen werden aus Sicherheitsgründen alle 10 Jahre im Rahmen der Gasprüfung ausgetauscht.
Diese sicherheitsrelevanten Bauteile sind daher allesamt mit dem Aufdruck des Herstellungsjahres versehen.

Somit gibt es i.d.R. auch keine Probleme mehr mit den altbekannten, völlig porösen Schläuchen, ect.



Habe ich was vergessen? Verbesserungsvorschläge? Gern per Mail an Robert-Gabriel@gmx.de












Mittwoch, 18. September 2013

Wassertank im Wohnwagen Reinigung und Nutzung

In Wohnwagen ist ja nun so ein Teil mit 30-40 Tankinhalt verbaut und vorbei die Zeit, als man mit einem Kanister los gezogen ist und den in das Vorzelt gestellt hat.

Ganz vorbei? Bei uns noch nicht ganz, wir stellen einen Kanister mit Ablaufhahn draußen auf, damit man sich mal eben im Vorbeigehen sich die Hände waschen kann.

Es ist ja wunderbar komfortabel, man füllt den Tank und nach belieben kann man Wasser zapfen fast wie im trauten Heim.
Aber dabei gibt es einige Dinge die es zu beachten gilt.


Wie fülle ich den den Tank?:

In der Regel finden man außen einen entsprechenden Tankstutzen über den man den Tank füllen kann.
Im Normalfall verfügen diese Anschlüsse auch über einen Überlauf, so sollte das Überfüllen des Tankinhaltes ausgeschlossen sein.

Aber hier beim füllen geht es schon los, die einen verwenden eine Gießkanne, die anderen einen Kanister und andere schlicht einen Schlauch. Ich muss gestehen, das wir je nach Örtlichkeit alle Varianten schon durch haben. 

Ganz vorsichtige verwenden nur die eigene Gießkanne und setzen einen kleines Stück Schlauch (Lebensmittelecht) auf, da sie Angst vor Keimen haben, die in einem herkömmlichen Schlauch sein könnten.
Die Diskussionen dazu im Internet so so lang und breit wie das alte Testament. Wer also auf Nummer sicher gehen will, holt sich eine Kanne (Trinkwassergeeignet) und füllt damit auf.
Die weniger empfindlichen nehmen eine Kanne aus dem Baumarkt, halten die sauber und verwenden diese zum füllen.

So macht das eben jeder anders... Wir verwenden auch gern mal einen ganz normalen Schlauch aus dem Baumarkt, der auf so einer kleinen Rolle von Gardena ist. Den Schlauch spüle ich kräftig aus und verwende ihn zum befüllen wenn am Platz ein entsprechender Anschluss  ist. Gibt es nur eine zentrale Zapfstelle dann nehme ich Kanne oder Kanister.

Ob nun in den Kannen aus dem Baumarkt Weichmacher und andere Schadstoffe sind die dem Wasser "gefährlich" werden könnten muss jeder für sich selbst entscheiden. Nach meiner Meinung ist das Wasser nur kurz in der Kanne und stellt damit nicht wirklich ein Problem dar.

Was ich mir allerdings genau anschaue, ist der oft vorhanden Schlauch an den Zapfstellen, manchmal sehen die sehr schmuddelig aus und daher hab ich immer ein kurzes Stück mit Gardena Kupplung  im Wohnwagen.

Es soll Schmutzfinken geben, die ihren Fäkaltank an der Frischwassersäule ordentlich gereinigt haben und den Schlauch schön tief eingeführt haben.... 
Selbst hab ich das nicht erlebt und kenne das nur aus Berichten aus einigen Internetforen. Ob es stimmen mag? Man muss mit allem rechnen heute...


Was kann ich mit dem Wasser anfangen?


Wir haben ja nun unseren Tank gefüllt und die nächste Überlegung ist, was mach ich mit dem Wasser? Nur zum Waschen? Kochen? Trinken?

Die einen sagen so, die anderen so. Wir verwenden das Wasser im Tank zum Waschen, kochen, putzen und trinken es auch. Aber dazu gibt es sicher mehr als eine Meinung. Ich denke man kann das Wasser trinken wenn man sicher ist, dass der der Tank und die Leitungen wirklich sauber sind.

Für die Tank und Leitungsreinigung gibt es eine Vielzahl von Produkten im Fachhandel. Als wir damals unseren alten gebrauchten Knaus gekauft hatten, habe ich versucht die Leitungen damit zu reinigen und ich habe jede Menge von dem Zeug gekauft. Überzeugt hat mich nichts, da nach etlichen Tagen immer noch schleimige Teilchen aus dem Hahn kamen und das war nicht sehr lecker. Ich habe dann mal die Leitungen betrachtet und diese waren schwarz...

Geholfen hat dann der Einsatz von Danklorix (Bleichlauge) ich habe eine 1,5 Liter Flasche in den Tank geschüttet und vollständig mit Wasser aufgefüllt, dabei habe ich den Deckel innen im Tank aufgemacht und auch dort Wasser von Hand zugeführt, da man über den Tankstutzen nicht so weit auffüllen kann, das der Rand und die Säule benetzt werden.
Danach habe ich die Hähne einzeln geöffnet und ablaufen lassen, damit das Zeug in den Leitungen steht und wirken kann. Danach über Nacht wirken lassen und am nächsten Tag reichlich gespült, Dann die nächste Flasche rein und das Ganze wiederholt. Die Brühe die da herauskam war furchtbar.

Entscheidend ist, dass man danach ordentlich durchspült bis der Geruch nachlässt und man alles raus hat. 

Bitte kein warmes Wasser verwenden und nicht mit anderen Stoffen mischen, da es zu unerwünschten chemischen Reaktionen kommen kann, bzw. mit warmen Wasser Chlor mit dem Wasserdampf aufsteigen kann. Der Wasserdampf sollte nicht eingeatmet werden.

Seit den damals gemachten Erfahrungen wiederhole ich das mindestens einmal im Jahr.

So habe ich keine Bedenken das Wasser im Wohnwagen voll umfänglich zu nutzen.

Ist das gefährlich? Ich denke Nein!

Bleichlauge (Danklorix) besteht aus:


  • hypochloriger Säure,
  • Natriumchlorid (Kochsalz)
  • Natronlauge



Tabs für den Geschirrspüler und Schankanlagenreiniger enthalten genau diese Stoffe.

Hersteller von Thermen auf Aluminium Basis warnen vor dem Einsatz derartiger Reinigungsmittel, da die Therme angegriffen werden könnte. Ich kann das nicht bestätigen da meine Therme das bisher schadlos überstanden hat. 

In Amerika gibt es in den Bedienungsanleitungen für die Mikrowelle auch den Hinweis das man Katzen nicht in der Mikrowelle trocknen sollte...
Bringen Silbrionen und andere Zusätze etwas? Ich denke NEIN. Silbrionen reinigen nichts, sondern verzögern nur die Verkeimung von Wasser. Sofern man also mit einer alten Galeere über Monate ins gelobte Land rudert, mag das sinnvoll sein.
Aber ganz ehrlich, wie lange habe ich denn meine 30-40 Liter Wasser im Tank? Tage, Wochen,Monate?

Wir nicht, bei uns reicht das Wasser in der Regel für 2 - 3 Tage und danach fülle ich wieder auf. Wenn man ganz vorsichtig ist, lässt man das Restwasser im Tank über den Ablauf ab, bevor man neu auffüllt.

Die als Geheimtipp gepriesenen Gebißreiniger bringen zur Tankreinigung nichts und versauen nur die Leitungen. Also legt einfach weiter die Dritten darin ein :-)

Andere Zusätze zur Wasserdesinfektion aus dem Fachhandel können helfen Wasser auf südlichen Campingplätzen trinkbar zu machen, sofern die Qualität schlecht ist. In Deutschland und in unseren bevorzugten Urlaubsregionen sehe ich da keinen Bedarf.


Zur Dosierung:


Ich habe jetzt in einigen Quellen nachgelesen das eine Dosierung vonn 1:10 zur Desinfektion ausreichen soll. Bei Reinigung von schwarzen Belägen kann das natürlich anders aussehen. Ich persönlich verfahre ja gern getreu dem Motto Viel hilft viel...



Hinweise von Gästen:ich habe Euren Post gelesen und stimme Euch soweit zu. Der Hinweis auf Danklorix war sehr hilfreich für mich.  

Ich habe mich daraufhin bei Danklorix umgeschaut und da wird empfohlen die Reinigungsflüssigkeit max. 30 Minuten einwirken zu lassen und nicht über Nacht. Die Verdünnung solte bei 1:10 liegen. Es wird auch von der Anwendung bei Aluteilen gewarnt. Ich finde es wichtig, dass alle Leitungen, Behälter usw bei längerer Nichtbenutzung abtrocknen können, das wirkt auch der Verschleimung entgegen.

Hier der entsprechende Link: http://www.danklorix.de/tipps_garten.php

und hier die Übersicht zur Desinfektion: http://www.danklorix.de/tipps_desinfektion.php



Thema Umwelt: (entnommen der Homepage Danklorix)



DanKlorix mit dem desinfizierenden Wirkstoff Natriumhypochlorit

Es ist klar und rein und enthält nur einen altbewährten Wirkstoff: Natriumhypochlorit. Die bleichende Eigenart von Natriumhypochlorit wurde bereits im 18. Jahrhundert von dem französischen Chemiker Berthollet entdeckt. Ein Jahrhundert später wies der Franzose Labarraque die bakterientötende Wirkung nach. Dieser Wirkstoff ist ein anerkanntes, hochwirksames Desinfektionsmittel und wird deshalb u. A. Trinkwasser beigegeben und zur Wasser-Reinhaltung in Schwimmbädern eingesetzt.


DanKlorix und der Verbleib in der Umwelt



Der Wirkstoff Natriumhypochlorit zerfällt schon während der Anwendung zu Wasser, Sauerstoff und etwas Kochsalz.

Die in DanKlorix enthaltenen Alkalien werden bereits im Abwasser neutralisiert und die Tenside sind ebenfalls biologisch abbaubar gemäß EU-Detergenzienverordnung.

Das Flaschenmaterial Polyethylen ist wieder verwertbar und ist auf der Deponie Grundwasserneutral.



Ausspülen nach der Reinigung

Tipps zum Ausspülen: nach dem ersten Freispülen mit Kaliumjodidstärkepapier auf Rückstände prüfen und dann das System mit Wasser füllen und min 1h stehen lassen damit auch wirklich jeder Rest ausdiffundiert.. Im zweiten Spülgang nochmal genausoviel / lange spülen wie beim ersten Freispülen.

Was mache im Winter?


Der Tank sollte vollständig entleert werden, dazu findet man im Tank meistens einen Stöpsel den man ziehen kann, zusätzlich werden die Ablaufhähne für warm und Kaltwasser vollständig geöffnet. Die Wasserhähne sind in Mittelstellung zu bringen und bleiben geöffnet. Hängt der Wohnwagen im Winter am Strom, sollte die Stromzufuhr zur Wasserpumpe unterbrochen werden, damit die Pumpe nicht läuft. Ich habe mir dazu einen kleinen Schalter eingebaut.

Hat man eine Dusche kann man den Duschkopf abnehmen und Luft hineinblasen so bekommt man das Wasser komplett raus. Raucherlungen können dazu natürlich auch eine Luftpumpe nehmen :-)

Was mache ich mit dem Spültank für die Toilette?

Man kann in der Regel über das kleine Schauglas das Wasser ablassen, dazu wird das Röhrchen aus dem Gummi gezogen und nach unten gehalten. Aus selbst gemachten Erfahrungen weiß ich, dass man nicht immer alles Wasser herausbekommt, dazu kommt das wir auch im Winter mal eben zu dem einen oder anderen Weihnachtsmarkt fahren und die Toiletten betriebsbereit haben wollen.

Aus diesem Grund fülle ich den Wassertank für die Toiletten mit Frostschutz für Scheibenwaschanlagen auf, so kann mir nix passieren. Je nach Temperatur im entsprechenden Mischungsverhältnis das auf der Packung angegeben ist.

Habe ich was vergessen? Anregungen Erweiterungsvorschläge? Einfach eine Mail an:

Robert-Gabriel@gmx.de




  




Montag, 9. September 2013