Mittwoch, 13. November 2013

Urlaub im Wohnmobil: Auf die richtige Vorbereitung kommt’s an. *

Klar, das Verreisen mit dem Wohnmobil ist das Größte. In den eigenen vier Wänden und dennoch fern der Heimat sein. Überall dort, wo es schön ist. Die Seele einfach baumeln lassen und Freiheit pur genießen. Doch bevor sich das fahrbare Hotel in Bewegung setzt, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Gerade Urlauber, die zum ersten Mal mit einem Wohnmobil in den Urlaub starten möchten, sollten sich optimal vorbereiten. Ein Muss für jeden pflichtbewussten Camper!

 Das richtige Beladen ist das A und O

Urlaub mit dem Wohnmobil fängt nämlich schon bei der korrekten Beladung an. Auf mehrere Dinge muss dabei geachtet werden: 



Bild Camping_GRein Van Oyen
Bild:: © Grein Van Oyen | Flickr
Leichte Gegenstände gehören in die oberen Staufächer. Schwereres Ladegut muss in den unteren Fächern verstaut werden. Falsch gesicherte Ladung kann nicht nur die Insassen verletzen, sondern auch die Fahrstabilität des Wohnmobils beeinflussen. Aber bitte nicht vergessen: Die Einzelachslasten sollten dabei nicht überschritten werden. Und natürlich auch nicht die Gesamtlast des Fahrzeugs. Im Zweifelsfall mit dem fertig gepackten Wohnwagen zu einer öffentlichen Waage fahren, dort das Gewicht einmal überprüfen und zur Not dann vor Ort Dinge nochmal ausladen oder umladen - je nachdem wie die Stützlast betroffen ist - sodass eben das Fahrzeug die zulässigen Gewichtsgrenzen einhält.


Technisch alles okay?

Außerdem ist es wichtig, den technisch einwandfreien Zustand des Wohnmobils zu prüfen, bevor man sich ans Steuer setzt und es auf die große Fahrt geht. Gerade bei gebrauchten und mehrere Jahre alten Wohnmobilen ist das besonders wichtig, um eventuelle Mängel am Fahrzeug rechtzeitig zu entdecken. Eine gleichzeitig ziehende Bremse zum Beispiel ist Voraussetzung für ein stabiles Bremsen in Gefahrensituationen. Sie sollte vor allem nach langen Standzeiten immer überprüft werden. Außerdem muss der Motor gecheckt und der korrekte Ölstand geprüft werden. Wenn dann noch alle Lampen und Blinker funktionieren, kann es fast losgehen.


 Bitte die Reifen nicht vergessen

Aber nur fast, denn vorher muss noch ganz dringend der Reifendruck gemessen und - wenn nötig - korrigiert werden. Insbesondere dann, wenn der Wohnwagen eine längere Zeit gestanden hat. Der vom Hersteller empfohlene Reifenluftdruck variiert je nach Modell und kann ihm Fahrzeughandbuch nachgelesen werden. Die Reifen sollten auch auf kleinere Schäden (zum Beispiel ein eingefahrener Nagel) hin abgesehen werden. Natürlich ist es auch sehr wichtig, dass man noch genug Profil auf den Reifen hat. Experten empfehlen bei 4mm die Pneus auszutauschen. Falls ein Reifen gewechselt werden muss, beachtet man am besten die Herstellerangaben für die korrekte Vorgehensweise. Mittlerweile bieten auch Onlineanbieter wie Tirendo spezielle Wohnmobil-Reifen (wie etwa das Modell VancoCamper von der Premiummarke Continental) zum Verkauf an. 


Besonderes Fahrzeug, besondere Fahreigenschaft


Eins noch: Das Fahren mit dem Zuhause auf Rädern hat seine Tücken. Die Länge und die zusätzliche Breite fordern viel Übung für den Fahrer. Denn ein Wohnmobil ist kein PKW und damit auch nicht zu vergleichen. Das Gewicht ist anders und der Schwerpunkt viel höher. Klar, dass das Fahrzeug da ganz anders reagiert. Generell muss der Wohnmobilpilot also seine Fahrweise dem großen Fahrzeug anpassen. Deswegen wichtig: Den Abstand nach vorne einhalten und extreme Lenkbewegungen vermeiden. Vor Reiseantritt sollten am besten verschiedene Fahrsituationen geübt werden, wie zum Beispiel das richtige Rangieren und das Verhalten in Kurven und beim Bremsen. Das ist vor allem für diejenigen Fahrer gewöhnungsbedürftig, die nur wenig Erfahrung haben und nur zwei oder dreimal im Jahr hinter solch einem Lenkrad sitzen. Es gibt viele Einrichtungen oder Automobilorganisationen wie beispielsweise den ADAC, die sogenannte Fahrsicherheitstrainings anbieten und Notsituationen auf einem Übungsplatz simulieren – speziell für Wohnmobile werden diese auch angeboten. Gefährliche Situationen wie eine Vollbremsung oder ein Ausweichmanöver auf der Autobahn können dort bestens trainiert werden. Gleichzeitig kann man dort auch oft noch lernen, wie man spritschonend fährt. Bei den weiten Strecken, die man oft bis zum Urlaubsort hat, kann sich das schon bezahlt machen. 


Fazit: Wer beim Fahren mit dem Wohnmobil stets die wichtigsten Grundregeln im Blick behält, kommt sicher und entspannt ans Urlaubsziel.

*Autor des Beitrags: Dietmar Töpfer, Reifenexperte bei Tirendo
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Bild:: © Grein Van Oyen | Flickr