Samstag, 26. April 2014

Ostern 2014 ein paar Ausblicke vom Campingplatz Nordenham

Über den Campingplatz Nordenham habe ich ja schon diverse Berichte hier im Blog, darum heute nur mal ein paar Bilder vom Ausblick und Schiffe gucken.
























Mittwoch, 26. März 2014

Einbau einer Tankanzeige für den Frischwassertank



Immer wieder hat es uns gestört das wir erst unter dem Bett nach dem Tank sehen mussten um festzustellen, wie viel Wasser wir noch im Vorrat haben. In Wohnmobilen hatte ich gesehen, dass es so schöne Tankanzeigen gibt.

Also, was lag näher als bei Fritz Berger einen Tankgeber und eine Tankanzeige zu bestellen, die Gesamtkosten beliefen sich auf ca 150,-- Euro, aber das war es mir wert.

Heute also ran ans Werk und die Geschichte eingebaut.

Was habe ich benötigt:


  • Tankgeber
  • Tankanzeige (Digital)
  • Kabel 1,5 mm aus dem Bosch Dienst
  • Panzertape
  • Lochsäge
  • Aderendhülsen
  • Kreuzschlitzschraubendreher
  • Spannungsprüfer 12 Volt
  • Stripper zum abisolieren
  • 8 mm Bohrer
  • Schere
  • Zange
  • Crimpzange
  • Kabelkanal
  • Akkuschrauber
  • Stichsäge









Also, alles kein Hexenwerk! 




Hier soll das gute Teil hin, so hat es jedenfalls die beste Ehefrau von allen entschieden. Also flugs die Blende abgebaut um mit Stichsäge unter Zuhilfenahme der Bohrschablone den Ausschnitt zu sägen






Mit der Bohrmaschine 8mm Löcher gebohrt, damit man problemlos mit der Stichsäge das Blatt führen kann.
Die Bohrschablone hatte ich mit Tesa fixiert und danach den Ausschnitt gemacht.
Das ging schon ganz gut und problemlos
Ja, so gehts!

So, nun noch ein wenig Strom abzweigen, denn die Anzeige läuft ja auch nicht von alleine.






Da in der Blende die Schalter für die 12 Volt Beleuchtung der Küche waren, konnte ich mich da problemlos bedienen.




Ich hab die Kabel noch ein wenig mit Panzertape fixiert, damit das nicht so unkontrolliert herumhängt.

So, jetzt den Tankgeber einbauen!



Mit der Lochsäge beherzt das Loch eingesägt




Die Stäbe vom Tankgeber entsprechend gekürzt und danach den Geber verschraubt.




So schauts nun aus!

Rasch alles wieder aufgeräumt und die Blende wieder montiert!


Was soll ich sagen, ich bin zufrieden!

Nach dem Einbau den Tank gefüllt und die Funktion gecheckt, ich musste allerdings die Tankanzeige ein wenig mit dem Einstellrad am Geber justieren, aber das war in 4-5 Minuten erledigt.







Freitag, 3. Januar 2014

Hagelschaden und Abrechnung bei Wohnwagen

Thema Hagelschaden am Wohnwagen

Das ist ein weit gefürchtetes Thema bei Campern und man muss froh sein, wenn es einen nicht selbst erwischt. Aber was gilt es zu beachten, kann man sich schützen? Was kann man tun wenn es einen erwischt hat?

Gehört man nun zu den Campern die einem Hagelschlag zum Opfer gefallen sind, gibt es die Möglichkeit das Dach neu beblechen zu lassen oder einer Lackierung zuzustimmen. Alternativ kann man natürlich den Schaden über einen Kostenvoranschlag abrechnen und darauf hoffen, dass kein weiterer Schaden folgt, der dann eine Instandsetzung unausweichlich macht.

Alternativ gibt es mittlerweile spezielle Hageldächer die auf dem bestehenden Dach aufgebracht werden.

Dieses speziell für Reisemobile und Wohnwagen entwickelte Schutzdach hat ein Schaummaterial mit einer PVC-Plane. Das Schaumdach wird direkt mit einem Spezialkleber auf das Wohnmobil - Wohnwagendach aufgeklebt. 


Vorteile:
  •   Das Fahrzeug ist vor weiteren Hagelschlägen geschützt
  •   Die Isolierung wird verbessert
  •   Die Lärmbelästigung bei Regen wird reduziert.


Dachluken und sonstige Aufbauten müssen vorher abgebaut werden, und werden neu abgedichtet.

Beachten muss man nur das zusätzliche Gewicht, das durchaus mal 25-30KG bringen kann.

Hat man sich nun entschieden den Schaden ohne Instandsetzung abzurechnen, kann es bei einem Folgeschaden problematisch werden, da Gutachter zwischen neuen und alten Schäden sehr wohl unterscheiden können, man kann dann zwar wieder einen Schaden abrechen, aber eben unter Anrechnung des bereits ersten abgerechneten Schadens.

Hat man den ersten Schaden komplett Instandsetzen lassen, so ist natürlich auch der neue Schaden komplett abrechenbar.

Problematisch wird es bei einem wirtschaftlichen Totalschaden, dann bekommt man den Wert nach der so genannten Restwertbörse ausgezahlt und Feierabend… In diesem Fall muss man halt das Geld nehmen und schauen ob man das reparieren lässt oder einen neuen kauft. Ein Geschäft ist das sicher nicht.

Kauft man nun einen gebrauchten Wohnwagen ist es wirklich wichtig sich bestätigen zu lassen, dass der Wagen noch keinen Hagelschaden hatte und auch von keiner Versicherung abgerechnet wurde.

Ansonsten kann es im Schadenfall zu einem bösen Erwachen kommen. Zusätzlich sollte man sich das Dach sehr genau anschauen…

Über einen Fall habe ich folgendes gelesen:

Die Versicherung  wollte nur spachteln und lackieren und kamen auf knapp 2000€. Nach einem Widerspruch dann so um die 3000—Euro. Nach Einschaltung eines Rechtsanwaltes wurden 6000,-- Euro gezahlt.
Der Anwalt erklärte, das man bei teilkaskoschaden Anspruch auf Herstellung eines neuartigen Zustandes hat, nicht nur auf eine Reparatur. Der Einsatz eines Rechtsbeistandes ist also durchaus zu empfehlen, sofern einem das Angebot der Versicherung zu niedrig erscheint.

Gern erfolgt auch der Hinweis das spachteln und lackieren vom deutschen Caravanverband anerkannt ist. Da frage ich mich doch glatt, was das für eine Aussage ist. So könnte auch der Kleingartenverband Rote Rübe zugestimmt haben, eine Rechtsverbindliche Aussage ist das für mich nicht. Allerdings beweist es mal wieder, wie schwierig es mit Versicherungen werden kann.


Eine Reparatur mit Spachteln und einer anschließenden Lackierung ist bei Wohnmobilen und Wohnwagen nicht sonderlich gut geeignet. Die Wohnwagenhersteller raten davon explizit ab! Zum einen gibt es schwimmend gelagerte Dächer, zum anderen arbeitet das Material relativ stark, was zu Abplatzern führen kann. 

Freitag, 6. Dezember 2013

Wie man vom Camper zum Campingplatzbetreiber wird


Das Internet ist ja oft recht oberflächlich und anonym und dennoch gibt es dann doch positive Erlebnisse und ein kurzes Gespräch, ein ´Chat oder die Beteiligung an einer Diskussion beschert einem das Glück tatsächlich auch interessante Menschen kennenzulernen. So ist es mir in einer Facebook Gruppe ergangen und ich habe dort Sandra Plato und Andre Otto getroffen. Beide dem Camping verfallen und von der Idee beseelt, einen Campingplatz betreiben zu wollen. Hatten die einfach einen Knall, oder doch einfach nur eine geniale Idee, ich war hin- und hergerissen. Eine für mich faszinierende Geschichte, die ich hier gern vorstelle. Die beiden haben keinen neuen Beruf gesucht, sondern sind einer Idee und Berufung gefolgt. Aber lesen Sie selbst wie alles begann…

Unser Traum von einem Leben auf dem Campingplatz

Ein harter Weg zur Wunscherfüllung…
Ich glaube, die Freundschaftsbücher, die ich als Erzieherin oft für die Kinder ausfüllte, waren Schuld  „Was wünscht du mir? Was wünscht du dir? Was gefällt dir besonders gut? Was gar nicht… Oh, darauf ließ sich vieles antworten: reisen, fotografieren, draußen sein, Freunde treffen und, und, und…


Im Sommer 2011 erfüllten wir uns einen dieser Wünsche: eine Reise mit dem Wohnwagen durch Griechenland! Doch leider war unsere Fahrt schon nach 1½ Stunden vorläufig beendet: In Kassel verweigerte unser Auto die Weiterfahrt! Auf dem noch eilig angefahrenen Rastplatz stand vor uns ein LKW der Spedition „Schade“! Sehr bezeichnend in dieser Situation… 











Es folgten 4 Tage Zwangspause auf einem nahe gelegenen Campingplatz. Während dieser Zeit wurde unser Auto repariert und schmolz unser Urlaubsgeld dahin. Die Fähre setzte von Italien ohne uns nach Griechenland über und unsere Urlaubszeit reduzierte sich auf 2 ½ Wochen!
Erst als wir im Urlaub zur Ruhe kamen, wurde uns rückblickend bewusst, dass es trotz der Umstände 4 harmonische Tage waren, an denen wir gemeinsam die Konzeption des Campingplatzes, auf dem wir notgedrungen „stranden“ mussten, überarbeitet hatten!

Sommer, Sonne, Strand und Meer und schon glaubt man, sei das Aussteigen gar nicht mehr so schwer…

Zurück in Deutschland surften wir erholt und motiviert im Netz nach Campingplätzen: zu teuer, zu alt, zu groß, zu klein, zu weit weg… und überhaupt, worauf muss man eigentlich wirklich achten?
Schon 2 Monate später meldeten wir uns auf eine Anzeige: Campingplatz, 10 ha, am See in Sachsen-Anhalt, aus Altersgründen zu verkaufen.


http://www.lausiger-teiche.de/

 
Was wäre das wohl für ein Gefühl, sich als potentieller Käufer auf einem Campingplatz anzumelden? Vom Urlauber zum Unternehmer – das erforderte souveränes Auftreten! Um uns zu schulen, besuchten wir noch im Dezember`11 die Camping-Akademie Stralsund zu Fortbildungstagen in Rostock. www.camping-akademie.eu
Ab Januar 2012 folgten mehrere Fortbildungseinheiten über das Gründerhaus Osnabrück: Businessplan schreiben, Analyse des Gästeverhaltens, Liquiditätsplan – äh, was ist das? www.gruenderhaus-os.de
Im Februar fand der 1. Internationale Camping-Kongress in Essen statt http://www.campingcongress.de/

– wie meldet man sich an, wenn man gar nicht in dieser Branche arbeitet?

An vielen folgenden Wochenenden schauten wir uns deutschlandweit verschiedenste Campingplätze an. Sollten wir lieber pachten, kaufen oder als Angestellte einen Platz leiten? Immer wieder verglichen wir die gesehenen Plätze mit unserem ersten, dem „Campingpark Am Großen Lausiger Teich“.
 
 



www.lausiger-teiche.de
Schließlich nahmen wir unseren ganzen Mut zusammen und stellten unseren selbst geschriebenen Businessplan dem „Egopilotenprojekt Sachsen-Anhalt“ in Lutherstadt Wittenberg vor www.sachsen-anhalt.de – ähnlich dem „Gründerhaus in Osnabrück“… „Ja, ja, die Idee ist nicht schlecht, aber eigentlich ist das Vorhaben zu groß… Hier werden nur kleinere Unternehmen gecoacht. Ihre Zahlen sind noch sehr laienhaft. Wie sieht es aus mit dem Investitionsplan, der Finanzierung und dem Kreditvolumen?“ – Tja, das wussten wir auch nicht…

Mit freundlicher Empfehlung ging es weiter zum „Institut zur Mittelstandsförderung“, in Wittenberg gleich ums Eck.

http://www.imf-wittenberg.de/

Für uns tat sich ein Kooperationsweg von 400 km auf… Aber es musste ein fachlicher Businessplan her, der ansässige Banken und die Investitionsbank zwecks eines KfW-Kredits überzeugt.

Im Herbst 2012 hatten wir mit Hilfe des Gründercoachings ein ausgearbeitetes Unternehmenskonzept, das anschließend immerhin 2 Banken überzeugt hatte. Es wurde uns eine mögliche Kredithöhe in Aussicht gestellt, mit der wir nun rechnen konnten.
Neben unseren beiden 40-Stunden-Festanstellungen blieb nicht mehr viel Zeit für unsere Familie. Unsere drei erwachsene Kinder stöhnten nicht nur einmal, dass sie dieses Thema bald nicht mehr hören könnten… - wahrscheinlich zu Recht ;-)
Ende 2012 folgte wieder ein Besuch der Camping-Akademie, diesmal in Stralsund.

Im Januar und im Februar 2013 besuchten wir die Caravan-Messen Stuttgart und Hannover und die CEBIT. Weitere Infos mussten schließlich her…
Im März 2013, also 1 ½ Jahre nach Beginn unseres Projekts, waren wir uns endlich alle einig: Sparkasse, Verkäufer und wir.

Erste Werbemaßnahmen wurden nun eingeleitet, der Umzug geplant…

Hinzu kamen Termine mit dem Steuerberater, es musste ein GbR-Vertrag bei einem Notar geschlossen, Punkte für den Kaufvertrag erarbeitet werden und ganz nebenbei wollten wir ja auch noch den Pächter des zum Campingplatz gehörenden Restaurants kennen lernen.
 





 
www.bad-schmiedeberger-hof.de/Teichhaus.html
Pfingst- Sonntag 2013 fuhren wir, aus dem Spreewald kommend Richtung Wittenberg. Und was sollen wir sagen: Hier standen ganz viele „Schade“-LKW! Hier ist nämlich der Sitz dieser Spedition – in unmittelbarer Nähe unseres Campingplatzes! Wenn wir das damals vor Griechenland auch nur geahnt hätten…

Auch das Netzwerk vor Ort wollte aufgebaut werden: Wir nahmen insgesamt an drei Informationsreisen für Mitglieder der „Tourismus Region Anhalt-Dessau-Wittenberg“ teil www.anhalt-dessau-wittenberg.de – auch als wir noch keine Mitglieder waren! 

Wir besuchten die „Elberadweg-Konferenz“ in Magdeburg und stellten uns bei dem „Naturpark Dübener Heide Verein“ www.naturpark-duebener-heide.com , bei der Stadt Bad Schmiedeberg sowie wie dem Moor-, Mineral- und Kneipp-Heilbad Bad Schmiedeberg GmbH www.heilbad-bad-schmiedeberg.de als neue Kooperationspartner vor.

Mit „Little John Bikes“ www.littlejohnbikes.de gehen wir einen besonderen Vertrag ein, denn wir werden ab April 2014 E-Bike-Verleih-Station sein – schließlich liegen wir direkt am Elberadweg! www.elberadweg.de
Unseren Sommerurlaub in 2013 verbrachten wir als Urlaubscamper auf „unserem“ Campingplatz





und am 2. August konnten wir endlich den Kaufvertrag unterschreiben! Vom Notar kommend fuhren die Gefühle Achterbahn: Direkt vor uns fuhr ein „Schade“-LKW! – Es war wie ein Zeichen, dass wir angekommen sind und uns richtig entschieden hatten!

Wieder Zuhause feierten wir diesen Meilenstein mit Freunden, Nachbarn und Familie mit einer ersten kleinen Präsentation. Weitere erste offizielle Präsentationen folgten auf Hausmessen, dem Stadtfest in Dessau, auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf, auf dem Brandenburgischen Reisemarkt in Berlin, gefolgt von der TC International in Leipzig und von Facebook …



 
In der Zwischenzeit – wie, wir hatten dazwischen Zeit ??, haben wir die Informationen über unseren Campingplatz in sämtlichen Campingführern überarbeitet, schließlich war der allgemeine Redaktionsschluss im Oktober! Wir haben auf dem Campingplatz ein 60 m² großes Partyzelt aufgebaut, dass uns zunächst noch als Lagerzelt diente, unsere Homepage überarbeitet und an unserer ersten Mitglieder-Versammlung des VCS-A in Magdeburg teil genommen.

Im Oktober dieses Jahres hat die große Verabschiedung der vorherigen Besitzer und die offizielle Übergabe stattgefunden. Ab Januar 2014 wird unser Campingplatz ganzjährig geöffnet sein. Schon jetzt laden wir zu unseren Eröffnungsangeboten und Veranstaltungen im Juni 2014 ein!

Ein Traum nimmt Gestalt an! Wir freuen uns auf Euch!

Sandra Plato und  André Otto


 
Eine wirklich schöne und fesselnde Geschichte! Wer mit so viel Herzblut eine Vision verfolgt, der kann nur Erfolg haben! Also, besucht die beiden und überzeugt Euch davon, dass man als Camper mit Seitenwechsel, die Dinge einfach besser machen kann!
Ich freue mich auf eine Fortsetzung “Rückblick auf das erste Jahr” und wünsche den beiden beste Gesundheit, viel Kraft, viele nette Kunden und den Erfolg, den die beiden wirklich verdienen!
Ein Campingplatz von Campern für Camper…
www.lausiger-teiche.de
 
Robert Gabriel
 


Die Bilder und der Gastbeitrag wurde bereitgestellt von  Grundstücksverwaltungsgesellschaft Plato + Otto, GbR Lausiger-Teich-Str.1 06905 Bad Schmiedeberg



















































Dienstag, 8. Oktober 2013

Betrieb von Gasgeräten während der Fahrt

Eine der am meisten diskutierten Themen unter Campern ist die Frage ob während der Fahrt der Betrieb von Gasgeräten zulässig ist oder nicht.

Die klare Antwort ist ein JEIN Smiley

Wichtigstes Kriterium zur Klärung der Frage  ist hierbei das Fahrzeugalter, genau gesagt das Datum, zu dem ein Fahrzeug seine Typgenehmigung erhalten hat.

Nationale Typgenehmigung vor dem 01.01.2007 bzw. EU-Typgenehmigung vor dem 01.01.2006:

“Die Nutzung der Gasheizung und/oder des Gaskühlschranks während der Fahrt ist nicht grundsätzlich verboten.
Es besteht über einen Anwendungshinweis (ADR Freistellung gemäß Abschnitte 1.1.3.1 und 1.1.3.2. e) zur Gefahrgutverordnung Straße (GGVSE) grundsätzlich die Möglichkeit, Flüssiggasanlagen, sofern sie nach DIN EN 1949 installiert und geprüft sind, während der Fahrt zu betreiben. Die Flaschen dürfen somit während der Fahrt angeschlossen und geöffnet bleiben. Zusatzeinrichtungen sind nicht gefordert.
Der Camper sollte jedoch im eigenen Interesse Hinweise des Herstellers beachten. Handelt er entgegen ausdrücklichen Herstellerhinweisen, riskiert er im Schadensfall Ärger mit seiner eigenen Kaskoversicherung, die ihm dann grobe Fahrlässigkeit vorwerfen könnte. “ 1.)



Quelle:1.)(http://campingfuehrer.adac.de/news/betreiben-von-gasgeraeten-in-campingfahrzeugen-waehrend-der-fahrt-.php)


Hier ergeben sich neben den Vorschriften zwei wesentliche Hinweise die von einigen Campern gern überlesen werden. Im Absatz oben ist zu lesen, dass die Hinweise des Herstellers zu beachten sind. Also hilft neben der Beachtung der Datumsangaben ein Blick in die Unterlagen des Wohnwagens, findet sich dort ein Hinweis das der Gasbetrieb während der Fahrt nicht zulässig oder gar untersagt ist, riskiert man wie oben beschrieben seinen Versicherungsschutz. Wie jeder weiß, sind Versicherungen recht findig wenn es darum geht Zahlungen nicht leisten zu müssen.
Natürlich ist mir klar, dass mir der Hersteller des Wohnwagens, der Heizung oder des Kühlschranks nicht wirklich was verbieten kann, aber was leitet ein Versicherungsunternehmen daraus ab? Der Camper lässt sich schließlich nicht gängeln oder?…
Der zweite interessante Aspekt versteckt sich im Hinweis auf nach “DIN EN 1949 installiert und geprüft sind”

Für mich bedeutet das, die Installation muss korrekt sein, der Hersteller darf nichts gegen den Gasbetrieb in seinen Unterlagen geschrieben haben UND der Wohnwagen muss eine gültige Gasprüfung haben…


In Internetforen ist ja immer wieder zu lesen das man ja auf die Gasprüfung verzichten kann, da sie eh nicht zwingend für Wohnwagen vorgeschrieben sind und bei der HU nur als kleiner Mangel eingetragen werden. Eine HU Plakette bekommt man dennoch.

Zahlt die Versicherung jetzt im schlimmsten Fall, wenn mein Wohnwagen keine Gasprüfung hatte und ich den Gasbetrieb während der Fahrt aufrecht erhalten hatte?

Das Thema Gasprüfung habe ich ja schon im Blog ausgiebig beschrieben, siehe hierzu:

http://wohnwagen-urlaub.blogspot.de/2013/09/gasprufung-fur-wohnwagen-und-wohnmobile.html


Aus Gründen des “Bestandschutzes” und der Berücksichtigung der o.a. Hinweise ist die Nutzung der Gasheizung und/oder des Gaskühlschranks während der Fahrt ist nicht grundsätzlich verboten.
Hier kommt jetzt mein dickes ABER… Ist alles ausdrücklich erlaubt und macht im Schadensfall keine Probleme was nicht ausdrücklich verboten ist?

Nationale Typgenehmigung nach dem 01.01.2007 bzw. EU-Typgenehmigung nach dem 01.01.2006:

“In Fahrzeugen, die nach diesen Stichtagen die Typgenehmigung erhalten haben, dürfen – auch in der gesamten EU – während der Fahrt Flüssiggasanlagen betrieben werden, wenn die Gasanlagen den Heizgeräterichtlinien 2001/56/EG, 2004/78/EG und 2006/119/EG entsprechen. 

Die Gasanlage muss weiterhin entsprechend DIN EN 1949 aufgebaut sein. Dazu muss eine entsprechende automatische Sicherheitsabsperreinrichtung (z.B. ein Gasdruckregler mit Crash-Sensor) und eine Schlauchbruchsicherung eingebaut sein, die verhindern, dass bei einem Unfall LPG frei wird.

An Fahrzeugen, die nicht über eine automatische Sicherheitsabsperreinrichtung (z.B. einen Gasdruckregler mit Crash-Sensor) und eine Schlauchbruchsicherung verfügen, müssen Warnschilder im Flaschenkasten und in der Nähe der Heizungsbedienung angebracht werden, durch die darauf hingewiesen wird, dass die Gasflaschen während der Fahrt zu verschließen sind. Gasgeräte können dann während der Fahrt nicht betrieben werden.” 2.)


Quelle:2.)(http://campingfuehrer.adac.de/news/betreiben-von-gasgeraeten-in-campingfahrzeugen-waehrend-der-fahrt-.php)


Mein Fazit:

Demnach ist der Betrieb nicht zulässig, wenn nicht die geforderten Sicherheitseinrichtungen verbaut sind. Aber auch hier, sehe ich noch Grauzonen im Schadensfall, wie oben beschrieben.
Weiterhin ist zu beachten, dass der Kühlschrank bzw. der Gasbetrieb allgemein an Tankstellen verboten ist. Bei einem Tankstopp sollte der Kühlschrank daher unbedingt auf 12V umgestellt werden, bzw. die Heizung abschaltet werden.

Darf ich meine Gasflasche während der Fahrt angeschlossen lassen oder muss ich zudrehen und die Kappe drauf machen?

Angeschlossene Gasflaschen gelten als Betriebsmittel und nicht als Gefahrgut (ADR Freistellung gemäß Abschnitte 1.1.3.1 und 1.1.3.2. e). Also kann der Schlauch dran bleiben und der Betrieb ist nicht verboten, sofern die Kriterien dafür eingehalten werden. 

Gasflaschen, welche nicht an die Gasinstallation angeschlossen sind, müssen stets geschlossen und mit Schutzkappen versehen werden.

Wie schaut denn nun eine entsprechende Sicherheitseinrichtung aus?

Am einfachsten man schaut einfach mal auf den folgenden Link:

http://www.truma.com/de/de/gasversorgung/video-crashsensor-duocontrol-cs-monocontrol-cs.php

okay, damit sind wir schon mal ein Stück weiter. Ich hab mal über etlichen Foren und Suchmaschinen mal ergründet was so andere Camper zum Thema sagen und welche Fragen da so gestellt werden. Seit etlichen Jahren geht die Diskussion über zig Seiten und Jeder hat da so seine eigene Meinung Smiley

Interessante Fragen:

Ich habe zwei Flaschen im Gaskasten, eine davon ist angeschlossen, die andere nicht,muss nun die Kappe drauf?
Eindeutig ja, denn es ist in diesem Moment kein Betriebsmittel mehr und darf nur gesichert und vollständig geschlossen mit Kappe transportiert werden.

Wir möchten während der Fahrt heizen, damit es nicht so kalt ist im Wagen, wenn wir am Ziel angekommen sind, ist das sinnvoll?


Ich schätze mal das die Zwangslüftungen während der Fahrt ordentlich Luft umwälzen im Wohnwagen, ob da das Heizen noch Sinn macht? Ich schätze das der Unterschied nur marginal ist. Dazu kommen weitere Fragen. Ein Pulli sollte man dabei haben und letztendlich geht das Aufheizen doch recht schnell.

Was passiert wenn die Flamme ausgeblasen wird?

Die hoffentlich vorhandene Automatikzündung wird nachzünden, sollte das nicht gelingen werden die vorhanden Sicherheitseinrichtungen an Heizung und Kühlschrank die Gaszufuhr sperren. Ob das ständige Nachzünden gut für den Brenner ist, steht da noch auf einem anderen Blatt. Je nach Belastung der Zündautomatik kann es natürlich passieren das am Ziel angekommen, die Batterie der Zündung leer ist Smiley
Ob diese Einrichtungen funktionieren, wird bei den Gasprüfungen natürlich kontrolliert.

Schadet es dem Brenner wenn die Heizung ausgeht?

Je nach Geschwindigkeit und Dachverhältnissen kommt es dabei gern zu Überhitzung des Brenners.

Seit unserem letzten Ausflug betreiben wir den Kühlschrank während der Fahrt auf Gas. Leider ist er jedes mal bei der Ankunft aus. Gas ist aber noch genug in der Flasche.

Es wird so sein, dass der Fahrtwind die Flamme ausgeblasen hat, eine Kaminverlängerung kann Abhilfe schaffen. Beim Kühlschrank kann es helfen, die Winterabdeckungen draußen anzubringen.
Ich hab dann mal weiter Tante Google bemüht aber es macht einfach keinen Sinn, weil man in den Foren nach einer fundierten Antwort 10 Seiten Rechtfertigungen findet, warum man selbst überhaupt keine Probleme mit Gas während der Fahrt hat und die anderen Aussagen alle falsch sind.

Mein persönliches Fazit:

Wie gehabt bleibt bei mir die Gaszufuhr geschlossen während der Fahrt, geheizt wird am Ankunftstag vor Ort. Der Kühlschrank wird spätestens 1 Tag vor Abreise in Betrieb genommen (220v). Während der Fahrt bleibt der aus und ich packe 2 gefrorene Tetra Packs mit O-Saft o.ä. in den Kühlschrank. Alternativ Cool Packs. Sofern Dauerplus an der Dose des Zugfahrzeuges geschaltet ist, lasse ich den Kühlschrank auf 12 Volt laufen (reine Erhaltungskühlung)
Erschreckend, dass selbst bei ab Werk verbauten Anhängerkupplungen Dauerplus nicht belegt ist, man muss das tatsächlich bei Bestellung gegen Aufpreis mit beauftragen.

Wie immer, wenn ich was vergessen habe oder wenn es Verbesserungsvorschläge gibt, gern per Mail an
Robert-gabriel@gmx.de











 



Sonntag, 6. Oktober 2013

Erstausstattung Wohnwagen / Vor der ersten Reise

So, es ist geschafft, der  Wohnwagen steht vor der Tür und nun soll es auch bald auf Reisen gehen. Aber was brauche ich denn nun unterwegs?

Die Frage kann man so pauschal nicht beantworten, aber ich habe mal aus etlichen Listen und Einträgen Informationen zusammengetragen und aufgelistet. Es wird natürlich nicht jeder alles benötigen, aber herausstreichen ist sicher einfach.




Thema Strom:
Wir gehören zu den Campern die auf Strom nicht verzichten wollen, aus diesem Grunde war das natürlich auch bei uns ein Thema. Bei Obelink haben wir ein Adapter Set gekauft, dass die Verbindung von herkömmlichen Schuko Steckern auf CEE Norm erlaubt und umgekehrt."Mit dem CEE-System (CEE steht für Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment oder auf deutsch: Internationale Kommission für die Regelung der Zulassung elektrischer Ausrüstungen) wurde durch die EWG der Versuch unternommen, die in Europa gebräuchlichen Steckverbinder für Netzspannung zu harmonisieren. Die nationalen Steckersysteme wurden als Handelshemmnis betrachtet und sollten durch ein europaweit einheitliches System, das CEE-System ersetzt werden. Dieser Vorschlag wurde im Herbst 1996 vom CENELEC abgelehnt. Aus diesem Projekt ging eine Auflistung und Nummerierung der gebräuchlichen Steckersysteme hervor, die weiterhin in Gebrauch ist um die Steckersysteme zu charakterisieren. Beispiel: Der deutsche Schukostecker trägt die Bezeichnung CEE 7/4." (1.)

Warum müssen es nun eigentlich CEE Campingstecker sein?


Das Schuko-System ist nicht verpolungssicher. Der Außenleiter kann durch eine Drehung des Steckers um 180° mit dem Neutralleiter getauscht werden.

Als das Schuko-System nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt wurde, spielte die Polung der beiden stromführenden Leiter für die Sicherheit noch keine Rolle: Damals war es noch nicht üblich, einen der Leiter zu erden. Bei der damaligen Anschlusstechnik (Drehstrom 3*127V) lag an beiden stromführenden Leitern eine gleich hohe Spannung gegenüber Erde an, und es war daher nicht sinnvoll, zwischen den beiden Leitern zu unterscheiden.

Bei heute verbreiteten TN-Systemen liegt dagegen auf dem einen Leiter, dem Außenleiter, die volle Spannung gegenüber Erde an. Der andere Leiter, der Neutralleiter, ist über die Potential- Ausgleichsschiene der Hausinstallation geerdet. Weil er jedoch den Strom führt, hat er gegenüber dem Schutzleiter eine höhere Spannung (Spannungsabfall am Leiter). (1.)


Aus diesem Grunde wird man in der Regel auf Camping-plätzen nur noch diese blauen Anschlüsse vorfinden. Allerdings gibt es auf einigen wenigen Campingplätzen noch das alte Schuko System. Daher haben wir ein Adapter Set dabei, das eine Verbindung von Schuko auf CEE erlaubt und umgekehrt, so sind wir auch vorbereitet, falls man mal eine herkömmliche Verlängerungsschnur oder Kabeltrommel mit dem CEE Campinganschluss verbinden muss um größere Strecken zu verbinden. Natürlich ist das nicht die optimale Lösung aber bevor ich am Abend bei Kerzenlicht sitze, verfahre ich so. Das Verfahren sollte jedoch nur im Ausnahmefall zur Verwendung kommen. Ein heiß diskutiertes Thema in etlichen Camper Foren.

Bei Kabeltrommeln sollte man jedoch darauf achten, dass diese vollständig abgerollt werden. Die Erwärmung kann je nach Last doch recht beträchtlich ausfallen und besteht Brandgefahr, wenn man das Kabel auf der Rolle belässt.

Der Leitungsquerschnitt sollte 2,5 mm betragen um auch den entsprechenden Vorschriften gerecht zu werden. Die Bauart sollte Bauart H07RN-F mit orangener bzw. roter Hülle sein. In südlichen Ländern  auch Vorschrift.

Diskussionen zu diesem Thema gehen oft über viele Seiten. Insbesondere wird darüber diskutiert und gestritten ob nun nicht doch die 1,5 mm Leitungsquerschnitt ausreichend sind...

Ja natürlich wird das funktionieren und wenn nichts besonders passiert und die Last nicht zu hoch ist, wird auch alles gut gehen. Aber warum nicht von Beginn an die vorgeschriebene und vernünftige Lösung anschaffen? Wie oft im Leben wird ein Camper ein neues Kabel kaufen? Ich denke die halten etliche Jahre und dann kann man es doch korrekt machen.

Zusammenfassung Kabel:
  • das Kabel sollte ein H07RN-F sein 
  • der Querschnitt sollte mindestens 2,5mm² betragen
  • die maximale Länge der Leitung soll höchstens 25 m betragen
  • die Steckvorrichtungen sollten die blauen CEE Stecker sein
  • Kabeltrommel soll Spritzwassergeschützt sein 
Daran denken, dass die Kabeltrommel voll abgerollt sein muss, wir selbst verwenden ein 20 meter Kabel ohne Kabeltrommel.

Thema Absicherung Campingplatz

In der Regel findet man folgende Absicherungen an den Versorgungssäulen vor:

  6 Ampere maximal 1380 Watt möglich
10 Ampere maximal 2300 Watt möglich
16 Ampere maximal 3680 Watt möglich

Wieviel Watt kann ich maximal nutzen?

Berechnung wie folgt:
Watt = Volt X Ampere

Hier ein kleiner Vergleich aus dem Haushalt:

4 Glühlampen a´60 Watt              240 W
1 Elektroheizgerät                    2.000 W
1 Fernsehgerät                           200 W
1 Bügeleisen                           1.000 W
                                            ____________
                                              3.440 W    
                                            ===========      
      
Rechnen wir mal um:

3440 Watt / 230 Volt ergibt = 14,95 Ampere. Bei einer Absicherung mit 16A also kein Problem.

Im Zweifelsfall schaltet man dann einfach mal Verbraucher ab damit einem nicht die Sicherung rausfliegt. Solange es die am Wohnwagen ist, hat man ja kein wirkliches Problem.
Fliegt die Sicherung an der Säule raus, kann es zum Problem werden, wenn diese nicht zugänglich ist und man Hilfe vom Personal des Campingplatzes holen muss. Ist die Säule zugänglich, kann man ja selbst den Automaten wieder eindrücken.

In Schweden hatte ich auf einem Platz noch alte Säulen mit Schuko Steckern und Schmelz-sicherungen, seit dem habe ich immer zwei Schmelzsicherungen im Wohnwagen falls nachts mal eine raus fliegt. Natürlich hab ich die auch noch nie gebraucht seit die im Wagen liegen...


Welche Steckersysteme findet man nun wo vor?

An Campingplätzen sollte mittlerweile der blaue CEE Campinganschluss Standard sein, allerdings kann es auch anders kommen:









Description
Deutsch: Europakarte der verwendeten Einphasen-Haushaltsstecksysteme
   nur Euroflachstecker (Typ C, CEE 7/16)
   Französisches Steckersystem (Typ E)
   Deutsches Schuko-Steckersystem (Typ F, CEE 7/4)
   Britisches Steckersystem (Typ G, BS 1363)
   Schweizer Steckersystem (Typ J)
   Dänisches Steckersystem (Typ K)
   Italienisches Steckersystem (Typ L)
Date2009-12-24 22:02 (UTC)
Source
Author
  • BlankEurope.png: Happenstance, Hoshie, Avala, Quilbert
  • derivative work: Nameless23

(Bildquelle:Wikipedia )
  • BlankEurope.png: Happenstance, Hoshie, Avala, Quilbert
  • derivative work: Nameless23


Eine Besonderheit ist sicher das Französische Steckersystem:
"Der Stecker-Typ E ist eine aus Frankreich stammende Steckverbindung. Er wird acu 2P+T (2 pôles + terre) oder französischer Stecker bzw. CEE 7/5 genannt.

Der Steckverbinder besitzt zwei runde Kontaktstifte für Außenleiter und Neutralleiter. Diese sind normalerweise dicker als die Kontaktstifte des Eurosteckers, es sind jedoch auch Varianten mit dünnen Kontaktstiften (4 mm) zu finden. Leicht versetzt in der Mitte befindet sich eine Kontaktöffnung, die den Kontaktstift der Steckdose für den Schutzleiter aufnimmt. Durch den Aufbau ist das System theoretisch verpolungssicher: schaut man so auf die Steckdose, dass der vorstehende Kontaktstift oben liegt, dann liegt der Außenleiter bei korrekter Installation stets links, der Neutralleiter rechts (wenn die entsprechende Landesnorm es so vorsieht. Dies ist allerdings z.B. in Polen nicht der Fall.)


CEE-7/7-Stecker

Reine Typ-E-Stecker sind selten geworden, da sie zunehmend durch CEE-7/7-Stecker abgelöst werden. Im Unterschied zu Typ-E-Steckern können diese auch in Schuko-Steckdosen eingeführt werden und sind daher in weiten Teilen Europas verwendbar." (1.)




Description
English: A french (Type E) power socket.
Français : Une prise électrique française (Type E).
Česky: Zásuvka silová (Typ E) používaný i v Česku
Date2012-02-17 11:29 (UTC)
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(Bildquelle: Aus Wikipedia )

(1) Aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/CEE-System

Für die Stromversorgung im Vorzelt kann man sich spezielle Aussensteckdosen montieren, oder Stecker an der Einspeisung verwenden an dem dann auch ein Ausgang für einen Schuko Stecker ist.

Wir haben auf diesen speziellen Stecker verzichtet, da man den Strom dann vor der Sicherung bzw. vor dem FI Schalter im Wohnwagen entnimmt. In dem Fall muss man sich zu 100% darauf verlassen, dass die Säule in Ordnung ist und die Absicherung korrekt ist.

Daher habe ich einfach am Unterboden eine Feuchtraum Doppelsteckdose geschraubt und das Kabel nach innen geführt um es dort in eine Steckdose im Bettkasten zu stecken. Ich musste da eh eine verbauen, da ich dort auch das Ladegerät für die Moverbatterie untergebracht habe.  

Haben wir nun das Vorzelt aufgebaut muss ich mich halt einmal bücken um eine kleine Verlängerung einzustecken.
Wird der Anschluss nicht benötigt ziehe ich einfach innen den Stecker ab und hab damit den Bereich stromlos.


Thema GAS im Wohnwagen

Sofern nicht schon bereits vorhanden, brauchen wir eine Gasflasche die uns unterwegs mit Energie zum kochen und Heizen versorgt. Max. zulässig sind 2 Flaschen zu max. je 11 KG, sofern entsprechende Halterungen vorhanden sind. In älteren Wohnwagen wird man nur eine Halterung finden, also kann auch nur eine mitgeführt werden.


Welche Flasche soll es denn nun sein?


  • Rote Gasflasche Stahl
  • Graue Gasflasche Stahl
  • Die Alugasflasche
  • Kunststoff Flaschen
Die roten Gasflaschen bekommt man geliehen und zahlt einen Pfandbetrag darauf, die Flaschen können an einer Vielzahl von Stationen gegen volle getauscht werden. In manchen Foren ist zu lesen, dass die roten Flaschen nicht überall getauscht werden, sondern nur bei bestimmten Händlern. Ich kann das so nicht bestätigen, bisher hat man unsere überall getauscht.

Die grauen Flaschen sind Eigentumsflaschen, die man kauft, diese konnte ich bisher auch problemlos überall gegen eine volle tauschen. Also einer echten- Vor oder Nachteil konnte ich so nicht feststellen.Es steht in einigen Foren das man die graue Flasche Europaweit tauschen könne. Mag sein, nützt mir aber z.b. in Schweden nichts, da die dort andere Anschlüsse haben. Man kann dann allerdings in Schweden eine Flasche nebst Adapter für den Wohnwagen kaufen...

Die Alugasflasche ist ebenfalls eine Eigentumsflasche die man an vielen Station tauschen kann. Am Anfang waren es einige wenige, mittlerweile werden diese Flaschen auch in den Baumärkten getauscht. Eine Auflistung von Tauschstationen kann man hier abrufen:


Die Kunststoffflasche ist natürlich sehr verlockend, da sie zum einen vom Gewicht her ähnlich der Alugasflasche ist, zum anderen man problemlos den Füllstand erkennen kann. Das Vertriebsnetz ist aber sehr dünn gesät und man wird Probleme bekommen eine Tauschstation zu finden. Aus diesem Grunde kann ich die Flasche nicht empfehlen. BP hatte mal einen Anlauf genommen die Dinger über das Tankstellennetz zu verkaufen, ist aber wieder eingeschlafen.

Mein Favorit sind ALU Flaschen und ich werde in diesem Winter umstellen, die 6 KG Unterschied zur Stahlflasche werden meinem Rücken Freude bereiten.

Wir haben zwar zwei Flaschen nehmen im Wohnwagen immer nur eine mit. Wir kommen mit einer Flasche pro Saison hin und bevor wir in den Jahresurlaub fahren nehmen wir die angebrochene Flasche raus, verwenden den Rest am Gasgrill zuhause und fahren mit der vollen Flasche nach Schweden.

Sicherheitshinweis 

In etlichen Foren wird vorgeschlagen doch im Ausland die Gasflaschen einfach an der nächsten Gastankstelle zu befüllen. Theoretisch und technisch ist das sogar möglich, allerdings haben die normalen Gasflaschen keinen Füllstop! Somit wäre es möglich eine Flasche zu 100% bei 15 Grad zu füllen. Bei Erwärmung dehnt sich Gas allerdings aus und bei 30° an der Flasche hätte wir eine Erhöhung des Druckes um 40 bar. Die Flasche wird allerdings bereits bei 25 bar das Sicherheitsventil auslösen und das Gas ausströmen lassen. Sofern alles gut läuft, ansonsten fliegt einem die Pulle um die Ohren.

Wer an der Tankstelle füllen will, der muss sich eine spezielle Tankflasche EINBAUEN lassen, dabei wird eine Tankeinfüllung / Stutzen  FEST an der Außenhülle verbaut, man wird dann also mit dem Wohnwagen an die Tanke fahren müssen. Die Tankflasche solo darf so nicht betankt werden.

Das Füllen von Gasflaschen an Tankstellen ist nicht erlaubt und stellt ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko dar. Das manch einer seine Füllmethoden in Internetforen vorstellt und sich damit brüstet, beeindruckt mich nicht. Wir gehen den sicheren Weg und tauschen die Flaschen.

Alle Flaschen haben einen TÜV Stempel, beim Tauschen darauf achten das der TÜV über die normale Verbrauchszeit hinausgeht, nicht das man beim nächsten Tausch ein Problem bekommt, weil der TÜV abgelaufen ist...

Das Thema Gasprüfung für Wohnwagen / Wohnmobile habe ich hier beschrieben: 




Thema Geschirr für den Wohnwagen

Aus Gewichtsgründen wird man in der Regel auf herkömmliches Geschirr verzichten und auf spezielles Camping Geschirr zurückgreifen. Der Fachhandel hat dazu ein breites Angebot parat.

Zu beachten ist, das unser gewähltes Geschirr aus Melamin ist.
Geschirr aus 100 % Melamin ist pflegeleicht, bruchunempfindlich und lebensmittelecht. Es ist spülmaschinengeeignet, darf aber nicht in der Mikrowelle verwendet werden!
Die "Billigvarianten" fühlen sich furchtbar an und die Tassen laufen gern farblich an, nach einem Wochenende sind die dann braun von innen. Man soll das mit Backpulver wieder weg bekommen. 
Wir haben uns jedoch dazu entschieden die "Billigversion" für schmales Geld bei ebay zu versteigern und dann doch eher etwas mehr Geld auszugeben.

Beim Besteck haben wir uns an der im Hause prall gefüllten Küchenschublade bedient. So Plastikgabeln und Löffel sind nun nicht so unser Ding. Da wir auch nur zu zweit unterwegs sind, brauchen wir auch nur wenig Besteck, da nach dem Essen, spätestens am Abend gespült  wird.

Bei den Töpfen haben wir einfach einen Topf für Kartoffeln und einen Stieltopf ebenfalls aus dem Küchenschrank entnommen. Dazu eine kleine Pfanne, das langt uns. Ich denke man muss es einfach ausprobieren.Beim Besteck hatten wir zuerst viel zu viel mit und haben es dann drastisch reduziert. 

Gläser haben wir ebenfalls im Fachhandel gekauft.Trinkgläser aus 100 % Polycarbonat sehen aus wie echte Kristallgläser!Sie sind spülmaschinengeeignet, lebensmittelecht und nahezu unzerbrechlich.

Thema Küche allgemein:
  • Abwaschschüssel/-schwamm
  • Besteck, Brotmesser, Dosen- und Flaschenöffner
  • Geschirr (Becher, Gläser, Tassen, Teller)
  • Frischhalteboxen- /folie
  • Geschirrspülmittel-/tücher
  • Haushaltsschere
  • Kaffeedose/-filter/ -kanne, Kaffeemaschine
  • Reibe- und Hobel
  • Kochlöffel, Korkenzieher, Küchenmesser, Küchenrolle
  • Müllbeutel, Nudelsieb, Pfannen, Salatbesteck- /schüssel
  • Schälmesser, Schneebesen, Schneidebretter-/messer
  • Schwammtücher, Spülbürste-/lappen
  • Teekanne, Thermoskanne, Töpfe, Wasserkocher/-kessel
  • Toaster
  • Müllbeutel
  • Grillpfanne elektrisch


Thema Lebensmittel im Wohnwagen

Ja hier scheiden sich die Geister, die einen führen Unmengen von Lebensmittel mit, die anderen haben nur eine Ration für 1-2 Tage dabei. Wir nehmen auch nur für 1-2 Tage mit und fahren dann einkaufen. Zusätzlich haben wir immer noch eine Packung Nudeln und eine Dose Eintopf für den Notfall im Wohnwagen. Gewürze haben wir speziell für den Wohnwagen eingekauft. Es gibt so Plastikteile in denen verschiedene Gewürze in einem Behältnis sind.
  • Mineralwasser
  • Limonade
  • Fruchtsäfte

Schlafzeug für den Wohnwagen

wir haben da nichts besonderes dabei sondern einfach nur das Bettzeug, was wir auch zuhause verwenden würden. Mittlerweile hat die Frau des Hauses Bettwäsche gekauft die farblich am besten in den Wohnwagen passt...

Selbst die Handtücher und Badetücher sind farblich abgestimmt :-)


Thema Wäsche

Am Anfang hatten wir Berge von Wäsche dabei, fast 50% davon wurde nicht benötigt, wir haben das mittlerweile drastisch reduziert, eine Regenjacke und zwei Schirme haben wir allerdings immer im Wohnwagen, da unser bevorzugtes Reiseziel eben Schweden ist :-) Hier muss man sich langsam rantasten, wenn man ein paarmal unterwegs war, pendelt sich das auf ein normales Maß ein. Zur Not gibt es auf jedem Campingplatz Waschmaschinen und Trockner.

Campingmöbel

Wir haben zwei Klappstühle (Hochlehner mit Fußteil) dabei, sowie zwei Campingtische, einen kleinen als Beistelltisch und einen größeren zum Essen und Kaffeetrinken in der Sonne.
Zwei Klapphocker aus ALU noch für den Notfall.
Sofern man ein Vorzelt dabei hat:


  • Abspanngurte für Sturm
  • Ersatzheringe Langform für sandigen Boden
  • einige Leinen ggf. zum Abspannen oder Wäsche
  • Ersatzschrauben für das Gestänge falls mal ne Niete ausbricht
  • 2-3 kleine Klemmböcke für den Keder falls mal einer bricht


Ein klein wenig Werkzeug / Kleinkram und etwas für den Notfall...
  • Wasserpumpenzange
  • Flachzange
  • Schraubendreher
  • kleinen Spannungsprüfer 220 Volt
  • kleinen Prüfer für 12 Volt
  • Gardena Kupplungen und Aufsätze 
  • ein wenig Kabel (Sat,12 Volt und 220 Volt)
  • eine Taschenlampe
  • ein wenig Folie falls der Platz klatschnass ist
  • Bedienungsanleitung für den Wohnwagen und Geräte
  • Taschenmesser mit Schere
  • Pinzette
  • Kühltasche für den Einkauf
  • Chemie für die Toilette
  • Toilettenpapier
  • Abwasserbehälter
  • kleine Brettchen zum Unterlegen an den Stützen(nicht zu dünn)
  • Verlängerungskabel 
  • Wäscheleine/-spinne/-klammern/- wanne 
  • Eimer, Kehrbesen/-schaufel 
  • Staubsauger klein 
  • Gummihammer 
  • Reinigungsmittel
  • Klebeband (Panzerband)
  • etwas Draht
  • Auffahrkeile
  • Kabelbinder
  • Wandhaken
  • Lappen
  • WD 40 /Ballistol oder Caramba
  • Tritt für den Eingang
  • Ersatzrad (wir haben keins dabei)
  • Wagenheber (haben wir nicht dabei sind im ADAC)
  • Bordwerkzeug
  • Abschleppseil
  • Starthilfekabel
  • Motorenöl
  • Handkurbel für Ausdrehstützen
  • Ersatzbatterien (auch die kleinen für den Zündautomaten an der Heizung und Fernbedienung TV)
  • Ersatzschlüssel für KFZ und Caravan
  • Vorzeltteppich
  • Spaten (Klappbar) 
  • Wasserkanister
Grundausstattung persönlich
  • Verbandkasten/Erste Hilfe Set (ggf. abgelaufenen aus dem Auto)
  • Reiseapotheke
  • Magen-Darm, Kopfschmerz, Sonnenbrand
  • Reisekrankheit, Pflaster, Fieberthermometer
  • Persönliche Medikamente
  • Taschenlampe
  • Handy/Ladegerät
  • Kulturbeutel Duschgel/Shampoo
  • Hautcreme/-öl
  • Körperlotion
  • Zahncreme/-bürste
  • Haarspray
  • Schaum/Gel
  • Deo
  • Kamm/Bürste/ Fön 
  • Nageletui 
  • Rasierset 
  • Kontaktlinsenset, Brille und Etui
  • Hygiene-Artikel
  • Schminkutensilien
  • Taschentücher
  • Handtücher, Bettwäsche
  • Waschlappen
  • Waschmittel (ideal Tuben)
  • Schuhputzmittel
  • Feuerzeug
  • Kleiner Geldbeutel/Brustbeutel/Geldgürtel
  • Insektenschutz
Kein muss, aber schön dabei zu haben
  • Bücher/Zeitschriften
  • Fotoapparat/Kamera/Ladegerät
  • Filme/Speicherkarten
  • Kassetten/CD/Radio/Walkman
  • Sportausrüstung/-bekleidung
  • Spiele/Spielsachen
  • Badebekleidung/-schuhe
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Luftmatratze/Blasebalg
  • Schwimmhilfe
  • Strand- und Badematte
  • Spiele für draussen
  • Spiele / Brettspiele / Karten
  • Angelzeug und Zubehör
  • Fernseher
  • Radio
  • Bücher
  • Schreibpapier / Schreibblock
  • Schreibzeug
  • Roller
  • Inliner mit Schützer und Helm
  • Fahrrad
  • Fahrradhelm
  • Schlüssel für Fahrradträger und Fahrradschlösser
  • Flickzeug
  • Mobiltelefon / Akkus / Ladegerät
  • Rucksack
  • Fernglas
  • Sonnenschirm
  • Sonnenschirmständer 
  • Bier
  • Wein
  • Schnaps
  • Ramazotti
  • Ouzo

Auf einigen Campingplätzen darf das Waschhaus nicht mit normalem Schuhwerk betreten werden, es macht also Sinn einfache Badelatschen dabei zu haben.


      Dokumente und Karten

      • Personalausweis, Reisepass, Kinderausweis 
      • Sicherheitskopien der Ausweise 
      • Visum 
      • Führerschein/Fahrzeugschein 
      • grüne Versicherungskarte 
      • Automobilclub-/Campingclubausweis 
      • Camping Card International 
      • Campingplatzanmeldung / Fährentickets 
      • Auslands-/Krankenversicherung/Impfpass
      • Versicherungen (Reise/Gepäck/Unfall)
      • Adressbuch
      • EC- oder Kreditkarten/Maßnahmen bei Verlust 
      • Bargeld, Euroscheckkarte, Reiseschecks 
      • Reiselektüre/-führer, Camping-/ Stellplatzführer 
      • Aktuelle Straßenkarten 
      • Mautpflichtige Strecken (Vignette/Go Box) 
      • Einreise-/Impfbestimmungen für Tiere  
      • TÜV- und AU-Gültigkeit  
      • Europäischen Unfallbericht  
      Ich hab das mal in eine Excel Tabelle gepackt die man hier







        Habe ich an alles gedacht? Verbesserungsvorschläge gern per Mail an Robert-Gabriel@gmx.de