Sonntag, 6. Oktober 2013

Erstausstattung Wohnwagen / Vor der ersten Reise

So, es ist geschafft, der  Wohnwagen steht vor der Tür und nun soll es auch bald auf Reisen gehen. Aber was brauche ich denn nun unterwegs?

Die Frage kann man so pauschal nicht beantworten, aber ich habe mal aus etlichen Listen und Einträgen Informationen zusammengetragen und aufgelistet. Es wird natürlich nicht jeder alles benötigen, aber herausstreichen ist sicher einfach.




Thema Strom:
Wir gehören zu den Campern die auf Strom nicht verzichten wollen, aus diesem Grunde war das natürlich auch bei uns ein Thema. Bei Obelink haben wir ein Adapter Set gekauft, dass die Verbindung von herkömmlichen Schuko Steckern auf CEE Norm erlaubt und umgekehrt."Mit dem CEE-System (CEE steht für Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment oder auf deutsch: Internationale Kommission für die Regelung der Zulassung elektrischer Ausrüstungen) wurde durch die EWG der Versuch unternommen, die in Europa gebräuchlichen Steckverbinder für Netzspannung zu harmonisieren. Die nationalen Steckersysteme wurden als Handelshemmnis betrachtet und sollten durch ein europaweit einheitliches System, das CEE-System ersetzt werden. Dieser Vorschlag wurde im Herbst 1996 vom CENELEC abgelehnt. Aus diesem Projekt ging eine Auflistung und Nummerierung der gebräuchlichen Steckersysteme hervor, die weiterhin in Gebrauch ist um die Steckersysteme zu charakterisieren. Beispiel: Der deutsche Schukostecker trägt die Bezeichnung CEE 7/4." (1.)

Warum müssen es nun eigentlich CEE Campingstecker sein?


Das Schuko-System ist nicht verpolungssicher. Der Außenleiter kann durch eine Drehung des Steckers um 180° mit dem Neutralleiter getauscht werden.

Als das Schuko-System nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt wurde, spielte die Polung der beiden stromführenden Leiter für die Sicherheit noch keine Rolle: Damals war es noch nicht üblich, einen der Leiter zu erden. Bei der damaligen Anschlusstechnik (Drehstrom 3*127V) lag an beiden stromführenden Leitern eine gleich hohe Spannung gegenüber Erde an, und es war daher nicht sinnvoll, zwischen den beiden Leitern zu unterscheiden.

Bei heute verbreiteten TN-Systemen liegt dagegen auf dem einen Leiter, dem Außenleiter, die volle Spannung gegenüber Erde an. Der andere Leiter, der Neutralleiter, ist über die Potential- Ausgleichsschiene der Hausinstallation geerdet. Weil er jedoch den Strom führt, hat er gegenüber dem Schutzleiter eine höhere Spannung (Spannungsabfall am Leiter). (1.)


Aus diesem Grunde wird man in der Regel auf Camping-plätzen nur noch diese blauen Anschlüsse vorfinden. Allerdings gibt es auf einigen wenigen Campingplätzen noch das alte Schuko System. Daher haben wir ein Adapter Set dabei, das eine Verbindung von Schuko auf CEE erlaubt und umgekehrt, so sind wir auch vorbereitet, falls man mal eine herkömmliche Verlängerungsschnur oder Kabeltrommel mit dem CEE Campinganschluss verbinden muss um größere Strecken zu verbinden. Natürlich ist das nicht die optimale Lösung aber bevor ich am Abend bei Kerzenlicht sitze, verfahre ich so. Das Verfahren sollte jedoch nur im Ausnahmefall zur Verwendung kommen. Ein heiß diskutiertes Thema in etlichen Camper Foren.

Bei Kabeltrommeln sollte man jedoch darauf achten, dass diese vollständig abgerollt werden. Die Erwärmung kann je nach Last doch recht beträchtlich ausfallen und besteht Brandgefahr, wenn man das Kabel auf der Rolle belässt.

Der Leitungsquerschnitt sollte 2,5 mm betragen um auch den entsprechenden Vorschriften gerecht zu werden. Die Bauart sollte Bauart H07RN-F mit orangener bzw. roter Hülle sein. In südlichen Ländern  auch Vorschrift.

Diskussionen zu diesem Thema gehen oft über viele Seiten. Insbesondere wird darüber diskutiert und gestritten ob nun nicht doch die 1,5 mm Leitungsquerschnitt ausreichend sind...

Ja natürlich wird das funktionieren und wenn nichts besonders passiert und die Last nicht zu hoch ist, wird auch alles gut gehen. Aber warum nicht von Beginn an die vorgeschriebene und vernünftige Lösung anschaffen? Wie oft im Leben wird ein Camper ein neues Kabel kaufen? Ich denke die halten etliche Jahre und dann kann man es doch korrekt machen.

Zusammenfassung Kabel:
  • das Kabel sollte ein H07RN-F sein 
  • der Querschnitt sollte mindestens 2,5mm² betragen
  • die maximale Länge der Leitung soll höchstens 25 m betragen
  • die Steckvorrichtungen sollten die blauen CEE Stecker sein
  • Kabeltrommel soll Spritzwassergeschützt sein 
Daran denken, dass die Kabeltrommel voll abgerollt sein muss, wir selbst verwenden ein 20 meter Kabel ohne Kabeltrommel.

Thema Absicherung Campingplatz

In der Regel findet man folgende Absicherungen an den Versorgungssäulen vor:

  6 Ampere maximal 1380 Watt möglich
10 Ampere maximal 2300 Watt möglich
16 Ampere maximal 3680 Watt möglich

Wieviel Watt kann ich maximal nutzen?

Berechnung wie folgt:
Watt = Volt X Ampere

Hier ein kleiner Vergleich aus dem Haushalt:

4 Glühlampen a´60 Watt              240 W
1 Elektroheizgerät                    2.000 W
1 Fernsehgerät                           200 W
1 Bügeleisen                           1.000 W
                                            ____________
                                              3.440 W    
                                            ===========      
      
Rechnen wir mal um:

3440 Watt / 230 Volt ergibt = 14,95 Ampere. Bei einer Absicherung mit 16A also kein Problem.

Im Zweifelsfall schaltet man dann einfach mal Verbraucher ab damit einem nicht die Sicherung rausfliegt. Solange es die am Wohnwagen ist, hat man ja kein wirkliches Problem.
Fliegt die Sicherung an der Säule raus, kann es zum Problem werden, wenn diese nicht zugänglich ist und man Hilfe vom Personal des Campingplatzes holen muss. Ist die Säule zugänglich, kann man ja selbst den Automaten wieder eindrücken.

In Schweden hatte ich auf einem Platz noch alte Säulen mit Schuko Steckern und Schmelz-sicherungen, seit dem habe ich immer zwei Schmelzsicherungen im Wohnwagen falls nachts mal eine raus fliegt. Natürlich hab ich die auch noch nie gebraucht seit die im Wagen liegen...


Welche Steckersysteme findet man nun wo vor?

An Campingplätzen sollte mittlerweile der blaue CEE Campinganschluss Standard sein, allerdings kann es auch anders kommen:









Description
Deutsch: Europakarte der verwendeten Einphasen-Haushaltsstecksysteme
   nur Euroflachstecker (Typ C, CEE 7/16)
   Französisches Steckersystem (Typ E)
   Deutsches Schuko-Steckersystem (Typ F, CEE 7/4)
   Britisches Steckersystem (Typ G, BS 1363)
   Schweizer Steckersystem (Typ J)
   Dänisches Steckersystem (Typ K)
   Italienisches Steckersystem (Typ L)
Date2009-12-24 22:02 (UTC)
Source
Author
  • BlankEurope.png: Happenstance, Hoshie, Avala, Quilbert
  • derivative work: Nameless23

(Bildquelle:Wikipedia )
  • BlankEurope.png: Happenstance, Hoshie, Avala, Quilbert
  • derivative work: Nameless23


Eine Besonderheit ist sicher das Französische Steckersystem:
"Der Stecker-Typ E ist eine aus Frankreich stammende Steckverbindung. Er wird acu 2P+T (2 pôles + terre) oder französischer Stecker bzw. CEE 7/5 genannt.

Der Steckverbinder besitzt zwei runde Kontaktstifte für Außenleiter und Neutralleiter. Diese sind normalerweise dicker als die Kontaktstifte des Eurosteckers, es sind jedoch auch Varianten mit dünnen Kontaktstiften (4 mm) zu finden. Leicht versetzt in der Mitte befindet sich eine Kontaktöffnung, die den Kontaktstift der Steckdose für den Schutzleiter aufnimmt. Durch den Aufbau ist das System theoretisch verpolungssicher: schaut man so auf die Steckdose, dass der vorstehende Kontaktstift oben liegt, dann liegt der Außenleiter bei korrekter Installation stets links, der Neutralleiter rechts (wenn die entsprechende Landesnorm es so vorsieht. Dies ist allerdings z.B. in Polen nicht der Fall.)


CEE-7/7-Stecker

Reine Typ-E-Stecker sind selten geworden, da sie zunehmend durch CEE-7/7-Stecker abgelöst werden. Im Unterschied zu Typ-E-Steckern können diese auch in Schuko-Steckdosen eingeführt werden und sind daher in weiten Teilen Europas verwendbar." (1.)




Description
English: A french (Type E) power socket.
Français : Une prise électrique française (Type E).
Česky: Zásuvka silová (Typ E) používaný i v Česku
Date2012-02-17 11:29 (UTC)
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(Bildquelle: Aus Wikipedia )

(1) Aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/CEE-System

Für die Stromversorgung im Vorzelt kann man sich spezielle Aussensteckdosen montieren, oder Stecker an der Einspeisung verwenden an dem dann auch ein Ausgang für einen Schuko Stecker ist.

Wir haben auf diesen speziellen Stecker verzichtet, da man den Strom dann vor der Sicherung bzw. vor dem FI Schalter im Wohnwagen entnimmt. In dem Fall muss man sich zu 100% darauf verlassen, dass die Säule in Ordnung ist und die Absicherung korrekt ist.

Daher habe ich einfach am Unterboden eine Feuchtraum Doppelsteckdose geschraubt und das Kabel nach innen geführt um es dort in eine Steckdose im Bettkasten zu stecken. Ich musste da eh eine verbauen, da ich dort auch das Ladegerät für die Moverbatterie untergebracht habe.  

Haben wir nun das Vorzelt aufgebaut muss ich mich halt einmal bücken um eine kleine Verlängerung einzustecken.
Wird der Anschluss nicht benötigt ziehe ich einfach innen den Stecker ab und hab damit den Bereich stromlos.


Thema GAS im Wohnwagen

Sofern nicht schon bereits vorhanden, brauchen wir eine Gasflasche die uns unterwegs mit Energie zum kochen und Heizen versorgt. Max. zulässig sind 2 Flaschen zu max. je 11 KG, sofern entsprechende Halterungen vorhanden sind. In älteren Wohnwagen wird man nur eine Halterung finden, also kann auch nur eine mitgeführt werden.


Welche Flasche soll es denn nun sein?


  • Rote Gasflasche Stahl
  • Graue Gasflasche Stahl
  • Die Alugasflasche
  • Kunststoff Flaschen
Die roten Gasflaschen bekommt man geliehen und zahlt einen Pfandbetrag darauf, die Flaschen können an einer Vielzahl von Stationen gegen volle getauscht werden. In manchen Foren ist zu lesen, dass die roten Flaschen nicht überall getauscht werden, sondern nur bei bestimmten Händlern. Ich kann das so nicht bestätigen, bisher hat man unsere überall getauscht.

Die grauen Flaschen sind Eigentumsflaschen, die man kauft, diese konnte ich bisher auch problemlos überall gegen eine volle tauschen. Also einer echten- Vor oder Nachteil konnte ich so nicht feststellen.Es steht in einigen Foren das man die graue Flasche Europaweit tauschen könne. Mag sein, nützt mir aber z.b. in Schweden nichts, da die dort andere Anschlüsse haben. Man kann dann allerdings in Schweden eine Flasche nebst Adapter für den Wohnwagen kaufen...

Die Alugasflasche ist ebenfalls eine Eigentumsflasche die man an vielen Station tauschen kann. Am Anfang waren es einige wenige, mittlerweile werden diese Flaschen auch in den Baumärkten getauscht. Eine Auflistung von Tauschstationen kann man hier abrufen:


Die Kunststoffflasche ist natürlich sehr verlockend, da sie zum einen vom Gewicht her ähnlich der Alugasflasche ist, zum anderen man problemlos den Füllstand erkennen kann. Das Vertriebsnetz ist aber sehr dünn gesät und man wird Probleme bekommen eine Tauschstation zu finden. Aus diesem Grunde kann ich die Flasche nicht empfehlen. BP hatte mal einen Anlauf genommen die Dinger über das Tankstellennetz zu verkaufen, ist aber wieder eingeschlafen.

Mein Favorit sind ALU Flaschen und ich werde in diesem Winter umstellen, die 6 KG Unterschied zur Stahlflasche werden meinem Rücken Freude bereiten.

Wir haben zwar zwei Flaschen nehmen im Wohnwagen immer nur eine mit. Wir kommen mit einer Flasche pro Saison hin und bevor wir in den Jahresurlaub fahren nehmen wir die angebrochene Flasche raus, verwenden den Rest am Gasgrill zuhause und fahren mit der vollen Flasche nach Schweden.

Sicherheitshinweis 

In etlichen Foren wird vorgeschlagen doch im Ausland die Gasflaschen einfach an der nächsten Gastankstelle zu befüllen. Theoretisch und technisch ist das sogar möglich, allerdings haben die normalen Gasflaschen keinen Füllstop! Somit wäre es möglich eine Flasche zu 100% bei 15 Grad zu füllen. Bei Erwärmung dehnt sich Gas allerdings aus und bei 30° an der Flasche hätte wir eine Erhöhung des Druckes um 40 bar. Die Flasche wird allerdings bereits bei 25 bar das Sicherheitsventil auslösen und das Gas ausströmen lassen. Sofern alles gut läuft, ansonsten fliegt einem die Pulle um die Ohren.

Wer an der Tankstelle füllen will, der muss sich eine spezielle Tankflasche EINBAUEN lassen, dabei wird eine Tankeinfüllung / Stutzen  FEST an der Außenhülle verbaut, man wird dann also mit dem Wohnwagen an die Tanke fahren müssen. Die Tankflasche solo darf so nicht betankt werden.

Das Füllen von Gasflaschen an Tankstellen ist nicht erlaubt und stellt ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko dar. Das manch einer seine Füllmethoden in Internetforen vorstellt und sich damit brüstet, beeindruckt mich nicht. Wir gehen den sicheren Weg und tauschen die Flaschen.

Alle Flaschen haben einen TÜV Stempel, beim Tauschen darauf achten das der TÜV über die normale Verbrauchszeit hinausgeht, nicht das man beim nächsten Tausch ein Problem bekommt, weil der TÜV abgelaufen ist...

Das Thema Gasprüfung für Wohnwagen / Wohnmobile habe ich hier beschrieben: 




Thema Geschirr für den Wohnwagen

Aus Gewichtsgründen wird man in der Regel auf herkömmliches Geschirr verzichten und auf spezielles Camping Geschirr zurückgreifen. Der Fachhandel hat dazu ein breites Angebot parat.

Zu beachten ist, das unser gewähltes Geschirr aus Melamin ist.
Geschirr aus 100 % Melamin ist pflegeleicht, bruchunempfindlich und lebensmittelecht. Es ist spülmaschinengeeignet, darf aber nicht in der Mikrowelle verwendet werden!
Die "Billigvarianten" fühlen sich furchtbar an und die Tassen laufen gern farblich an, nach einem Wochenende sind die dann braun von innen. Man soll das mit Backpulver wieder weg bekommen. 
Wir haben uns jedoch dazu entschieden die "Billigversion" für schmales Geld bei ebay zu versteigern und dann doch eher etwas mehr Geld auszugeben.

Beim Besteck haben wir uns an der im Hause prall gefüllten Küchenschublade bedient. So Plastikgabeln und Löffel sind nun nicht so unser Ding. Da wir auch nur zu zweit unterwegs sind, brauchen wir auch nur wenig Besteck, da nach dem Essen, spätestens am Abend gespült  wird.

Bei den Töpfen haben wir einfach einen Topf für Kartoffeln und einen Stieltopf ebenfalls aus dem Küchenschrank entnommen. Dazu eine kleine Pfanne, das langt uns. Ich denke man muss es einfach ausprobieren.Beim Besteck hatten wir zuerst viel zu viel mit und haben es dann drastisch reduziert. 

Gläser haben wir ebenfalls im Fachhandel gekauft.Trinkgläser aus 100 % Polycarbonat sehen aus wie echte Kristallgläser!Sie sind spülmaschinengeeignet, lebensmittelecht und nahezu unzerbrechlich.

Thema Küche allgemein:
  • Abwaschschüssel/-schwamm
  • Besteck, Brotmesser, Dosen- und Flaschenöffner
  • Geschirr (Becher, Gläser, Tassen, Teller)
  • Frischhalteboxen- /folie
  • Geschirrspülmittel-/tücher
  • Haushaltsschere
  • Kaffeedose/-filter/ -kanne, Kaffeemaschine
  • Reibe- und Hobel
  • Kochlöffel, Korkenzieher, Küchenmesser, Küchenrolle
  • Müllbeutel, Nudelsieb, Pfannen, Salatbesteck- /schüssel
  • Schälmesser, Schneebesen, Schneidebretter-/messer
  • Schwammtücher, Spülbürste-/lappen
  • Teekanne, Thermoskanne, Töpfe, Wasserkocher/-kessel
  • Toaster
  • Müllbeutel
  • Grillpfanne elektrisch


Thema Lebensmittel im Wohnwagen

Ja hier scheiden sich die Geister, die einen führen Unmengen von Lebensmittel mit, die anderen haben nur eine Ration für 1-2 Tage dabei. Wir nehmen auch nur für 1-2 Tage mit und fahren dann einkaufen. Zusätzlich haben wir immer noch eine Packung Nudeln und eine Dose Eintopf für den Notfall im Wohnwagen. Gewürze haben wir speziell für den Wohnwagen eingekauft. Es gibt so Plastikteile in denen verschiedene Gewürze in einem Behältnis sind.
  • Mineralwasser
  • Limonade
  • Fruchtsäfte

Schlafzeug für den Wohnwagen

wir haben da nichts besonderes dabei sondern einfach nur das Bettzeug, was wir auch zuhause verwenden würden. Mittlerweile hat die Frau des Hauses Bettwäsche gekauft die farblich am besten in den Wohnwagen passt...

Selbst die Handtücher und Badetücher sind farblich abgestimmt :-)


Thema Wäsche

Am Anfang hatten wir Berge von Wäsche dabei, fast 50% davon wurde nicht benötigt, wir haben das mittlerweile drastisch reduziert, eine Regenjacke und zwei Schirme haben wir allerdings immer im Wohnwagen, da unser bevorzugtes Reiseziel eben Schweden ist :-) Hier muss man sich langsam rantasten, wenn man ein paarmal unterwegs war, pendelt sich das auf ein normales Maß ein. Zur Not gibt es auf jedem Campingplatz Waschmaschinen und Trockner.

Campingmöbel

Wir haben zwei Klappstühle (Hochlehner mit Fußteil) dabei, sowie zwei Campingtische, einen kleinen als Beistelltisch und einen größeren zum Essen und Kaffeetrinken in der Sonne.
Zwei Klapphocker aus ALU noch für den Notfall.
Sofern man ein Vorzelt dabei hat:


  • Abspanngurte für Sturm
  • Ersatzheringe Langform für sandigen Boden
  • einige Leinen ggf. zum Abspannen oder Wäsche
  • Ersatzschrauben für das Gestänge falls mal ne Niete ausbricht
  • 2-3 kleine Klemmböcke für den Keder falls mal einer bricht


Ein klein wenig Werkzeug / Kleinkram und etwas für den Notfall...
  • Wasserpumpenzange
  • Flachzange
  • Schraubendreher
  • kleinen Spannungsprüfer 220 Volt
  • kleinen Prüfer für 12 Volt
  • Gardena Kupplungen und Aufsätze 
  • ein wenig Kabel (Sat,12 Volt und 220 Volt)
  • eine Taschenlampe
  • ein wenig Folie falls der Platz klatschnass ist
  • Bedienungsanleitung für den Wohnwagen und Geräte
  • Taschenmesser mit Schere
  • Pinzette
  • Kühltasche für den Einkauf
  • Chemie für die Toilette
  • Toilettenpapier
  • Abwasserbehälter
  • kleine Brettchen zum Unterlegen an den Stützen(nicht zu dünn)
  • Verlängerungskabel 
  • Wäscheleine/-spinne/-klammern/- wanne 
  • Eimer, Kehrbesen/-schaufel 
  • Staubsauger klein 
  • Gummihammer 
  • Reinigungsmittel
  • Klebeband (Panzerband)
  • etwas Draht
  • Auffahrkeile
  • Kabelbinder
  • Wandhaken
  • Lappen
  • WD 40 /Ballistol oder Caramba
  • Tritt für den Eingang
  • Ersatzrad (wir haben keins dabei)
  • Wagenheber (haben wir nicht dabei sind im ADAC)
  • Bordwerkzeug
  • Abschleppseil
  • Starthilfekabel
  • Motorenöl
  • Handkurbel für Ausdrehstützen
  • Ersatzbatterien (auch die kleinen für den Zündautomaten an der Heizung und Fernbedienung TV)
  • Ersatzschlüssel für KFZ und Caravan
  • Vorzeltteppich
  • Spaten (Klappbar) 
  • Wasserkanister
Grundausstattung persönlich
  • Verbandkasten/Erste Hilfe Set (ggf. abgelaufenen aus dem Auto)
  • Reiseapotheke
  • Magen-Darm, Kopfschmerz, Sonnenbrand
  • Reisekrankheit, Pflaster, Fieberthermometer
  • Persönliche Medikamente
  • Taschenlampe
  • Handy/Ladegerät
  • Kulturbeutel Duschgel/Shampoo
  • Hautcreme/-öl
  • Körperlotion
  • Zahncreme/-bürste
  • Haarspray
  • Schaum/Gel
  • Deo
  • Kamm/Bürste/ Fön 
  • Nageletui 
  • Rasierset 
  • Kontaktlinsenset, Brille und Etui
  • Hygiene-Artikel
  • Schminkutensilien
  • Taschentücher
  • Handtücher, Bettwäsche
  • Waschlappen
  • Waschmittel (ideal Tuben)
  • Schuhputzmittel
  • Feuerzeug
  • Kleiner Geldbeutel/Brustbeutel/Geldgürtel
  • Insektenschutz
Kein muss, aber schön dabei zu haben
  • Bücher/Zeitschriften
  • Fotoapparat/Kamera/Ladegerät
  • Filme/Speicherkarten
  • Kassetten/CD/Radio/Walkman
  • Sportausrüstung/-bekleidung
  • Spiele/Spielsachen
  • Badebekleidung/-schuhe
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Luftmatratze/Blasebalg
  • Schwimmhilfe
  • Strand- und Badematte
  • Spiele für draussen
  • Spiele / Brettspiele / Karten
  • Angelzeug und Zubehör
  • Fernseher
  • Radio
  • Bücher
  • Schreibpapier / Schreibblock
  • Schreibzeug
  • Roller
  • Inliner mit Schützer und Helm
  • Fahrrad
  • Fahrradhelm
  • Schlüssel für Fahrradträger und Fahrradschlösser
  • Flickzeug
  • Mobiltelefon / Akkus / Ladegerät
  • Rucksack
  • Fernglas
  • Sonnenschirm
  • Sonnenschirmständer 
  • Bier
  • Wein
  • Schnaps
  • Ramazotti
  • Ouzo

Auf einigen Campingplätzen darf das Waschhaus nicht mit normalem Schuhwerk betreten werden, es macht also Sinn einfache Badelatschen dabei zu haben.


      Dokumente und Karten

      • Personalausweis, Reisepass, Kinderausweis 
      • Sicherheitskopien der Ausweise 
      • Visum 
      • Führerschein/Fahrzeugschein 
      • grüne Versicherungskarte 
      • Automobilclub-/Campingclubausweis 
      • Camping Card International 
      • Campingplatzanmeldung / Fährentickets 
      • Auslands-/Krankenversicherung/Impfpass
      • Versicherungen (Reise/Gepäck/Unfall)
      • Adressbuch
      • EC- oder Kreditkarten/Maßnahmen bei Verlust 
      • Bargeld, Euroscheckkarte, Reiseschecks 
      • Reiselektüre/-führer, Camping-/ Stellplatzführer 
      • Aktuelle Straßenkarten 
      • Mautpflichtige Strecken (Vignette/Go Box) 
      • Einreise-/Impfbestimmungen für Tiere  
      • TÜV- und AU-Gültigkeit  
      • Europäischen Unfallbericht  
      Ich hab das mal in eine Excel Tabelle gepackt die man hier







        Habe ich an alles gedacht? Verbesserungsvorschläge gern per Mail an Robert-Gabriel@gmx.de








        Montag, 30. September 2013

        Winterpause für den Wohnwagen

        Die Saison ist vorbei und der Winter naht , was ist zu tun, damit unser Wohnwagen keinen Schaden nimmt?

        Als erstes räumen wir den Wagen immer erstmal auf, alle Klappen auf und dann erstmal sortieren was drin bleiben soll und was nicht, wir haben bei solchen Aktionen schon Dinge gefunden, die wir schon verloren geglaubt haben. Wir putzen den Wagen, dann hat man im Frühjahr etwas weniger Arbeit und das überflüssige Zeugs ist schon mal raus.Das spart deutlich Gewicht, denn sonst schleppt man wieder Dinge mit, die keiner braucht. So eine "Entrümpelungsaktion" ist immer wieder ein Erlebnis :-)

        Wir stellen alle Polster auf und öffnen alle Schränke und Klappen im Wohnwagen, so kann die Luft im Wohnwagen zirkulieren und es kann sich kein Schwitz oder Kondenswasser bilden und uns böse Überraschungen in Sachen Schimmel bereiten. Wir gehören auch zu den unbelehrbaren Campern die einen Luftentfeuchter aufstellen. Viele Camper halten das für Blödsinn, weil ja über Zwangsbelüftungen wieder Luftfeuchtigkeiten nachströmen kann. Das Argument mag stimmen, wir fühlen uns so besser und haben auch den Eindruck das dadurch der Geruch im Wohnwagen angenehmer ist. Letztendlich ist der Kostenfaktor auch nicht so hoch, aber wie gesagt in den Internetforen immer ein Diskussionsthema.
        Getränke sollten vollständig aus dem Wohnwagen entfernt werden, es wäre nicht das erste Mal das eine Flasche Rotwein friert, platzt und bei höheren Temperaturen dann der ganze Wagen versaut ist. Der Ouzo kann natürlich drin bleiben :-)


        Die Tanks sollten gereinigt und desinfiziert werden und danach vollständig entleert werden. Im Tank selbst ist meist im Boden ein Stöpsel den man lösen kann. Zusätzlich gibt es in der Nähe des Tanks Auslaufhähne die vollständig geöffnet werden sollten. Die Wasserhähne sollte in Mittelstellung gebracht werden und bleiben geöffnet. Da unser Wohnwagen auch im Winter am Strom hängt, habe ich einen Schalter verbaut der die Stromversorgung zu den Pumpen unterbricht. 
        Restwasser bekommt man prima raus wenn man den Duschkopf abschraubt und in den Schlauch kräftig hinein bläst. aber auch Luftpumpen und andere Hilfsmittel leisten da gute Dienste.

        Gerade Besitzer einer kleine Therme sollten auf eine Vollständige Entleerung achten. Im Frühjahr steigen die Verkaufszahlen der Ersatz- Ummantelungen immer rapide an, die Dinger sind mega frostempfindlich! 

        Den Tank für die Toilettenspülung kann man vollständig entleeren, meist findet sich an der Außenklappe ein kleines Rohr aus Glas, das den Füllstand anzeigt, oben hängt das kleine Rohr in eine Gummistück, dort kann man das Rohr vorsichtig herausziehen und nach unten drücken, so kommt das Wasser aus dem Tank.
        Wir leeren den Tank allerdings nicht, da wir auch im Winter mal losfahren. Dazu fülle ich den Tank zusätzlich mit Frostschutz für Scheibenwaschanlagen auf, so spart man sich böse Überraschungen und es ist auch die Lösung für die Fälle, wo eine 100%ige Entleerung des Tanks nicht gelingen mag.

        Zum Thema Tankreinigung habe ich einen eigenen Blogbeitrag erstellt:
        http://wohnwagen-urlaub.blogspot.de/search/label/Trinkwasser%20im%20Wohnwagen

        Türdichtungen und Fensterdichtungen sollten gründlich gereinigt werden, insbesondere in den Wülsten mit Lappen und warmen Prilwasser feucht auswischen. Staub und Sand muss da raus! Danach wird man wie am Auto auch mit Pflegemittel Glycerin, Silikon oder Talg einschmieren.

        Kühlschrank gründlich reinigen, danach mit Essig auswischen, das desinfiziert und sorgt für einen angenehmen Geruch. Der Kühlschrank muss offen stehen bleiben, damit sich kein Schimmel bildet. Gasflasche abdrehen, Kappe drauf und die Schläuche auf Schäden prüfen. Darauf achten das die Lüftungen im Gaskasten sauber und vollkommen frei sind.

        Die Handbremse muss gelöst werden, damit diese im Frühjahr nicht fest sitzt.

        Beim Thema Reifen gibt es wieder die größten Diskussionen, die einen bocken den Wagen auf und decken die Reifen ab, damit die UV Strahlung die Reifen nicht schädigen kann. Andere fahren den Wohnwagen in Schalen um Standplatten zu vermeiden. Ich persönlich erhöhe lediglich den Luftdruck um 0,5 bar und mehr unternehme ich da nicht. Wir verwenden grundsätzlich Markenreifen und tauschen diese spätestens nach 5 Jahren.

        Batterien sind auch ein wichtiges Thema, diese müssen unbedingt vor eine vollständigen Entladung geschützt werden. Man kann die Batterie ausbauen und im Keller lagern, zuvor sollte man die Batterie vollständig laden und alle 6-8 Wochen den Ladezustand kontrollieren und ggf. erneut laden. Da unser Wohnwagen am Haus steht, lasse ich die Batterie im Wohnwagen und steuere das Ladegerät über eine Zeitschaltuhr die jeden ersten Freitag im Monat die Batterie lädt. Immer wieder lese ich das die Batterie raus muss, weil die Kälte der Batterie schaden kann. Ich sehe das nicht so, denn im Auto baut man die ja im Winter auch nicht aus. Entscheidend ist man regelmäßig die Batterie lädt.
        Zum Thema Batterien habe ich noch einen Beitrag im Blog der sich etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigt. In dem Beitrag werden auch die unterschiedlichen Batterietype vorgestellt und erklärt.

        http://wohnwagen-urlaub.blogspot.de/search/label/Batterien%20f%C3%BCr%20Wohnwagen

        Schneelasten auf dem Dach
        Man sollte das Gewicht von Schnee nicht unterschätzen, steht der Wohnwagen weit entfernt im Freien (z.b. auf dem Dauercampingplatz) und man hat keine Kontrolle darüber, kann man das Dach von innen abstützen. Dazu findet man im Baumarkt Stützen die man durchaus dazu verwenden kann. In unserem Fall ist das etwas einfacher, da der Wagen am Haus steht, liegt viel Schnee drauf fege ich zwischendurch das Dach ab.

        Planen Ja oder Nein?

        Auch das ist in Internetforen immer wieder ein Thema, die einen meinen man muss das unbedingt machen, die anderen raten davon ab. Ich persönlich würde auch keine Planen verwenden, da das Schwitz / Kondenswasser 
        den Wohnwagen schaden kann und weil ich denke das Fenster und Lack verschrammt werden können, wenn Wind und Sturm die Plane bewegt.
        Zusätzlich bin ich der Meinung das ein Wohnwagen auch für draußen gebaut wird.
        Hat man die Möglichkeit den Wohnwagen in einer Scheune oder unter einem Unterstand abstellen zu können, ist das natürlich perfekt. 

        Wenn möglich sollte man seinem Wohnwagen immer mal wieder einen Besuch abstatten und kräftig lüften. Auch hier haben wir den Heimvorteil das der Wagen am Haus steht.

        Allerdings verwende ich den Wohnwagen gern nach dem Kartenspielen bei Freunden als Gästebett, damit die Frau des Hauses in Ruhe schlafen kann :-) Dabei mache ich schon tagsüber die Heizung an (auf kleiner Flamme). An den Fensterdichtungen wird man im Herbst und Winter Wasseransammlungen bemerken.

        Nach Ausnüchterung gibt es dann einen starken Kaffee und der Wagen wird ordentlich gelüftet, damit verschwinden die Waseransammlungen an den Fenstern automatisch und die Luftqualität verbessert sich deutlich :-)

        Da ich gerne bei offenem Fenster schlafe, halte ich das im Wohnwagen auch so, das Fenster wird einen Spalt breit geöffnet, auch wenn die Heizung läuft. Der Mehrverbrauch schlägt kaum zu Buche, da ich die Heizung über Nacht eh nur auf kleiner Stufe betreibe.


        Die Stützen sollten gereinigt werden und dabei besonders die Spindeln, ich erledige das immer mit einem Hochdruckreiniger. Danach sprühe ich die mit WD 40 ein, andere verwenden Teflonspray. Waffenöl ist übrigens identisch mit WD 40. Nicht verwenden sollte man Fette, da diese den Dreck anhaften lassen und dann die Spindel blockieren können. Kurbeln Sie den Wagen nicht mit den Stützen hoch um ggf. die Reifen zu entlasten. Stützen sollen abstützen, nicht anheben! 
        Ansonsten kann es einem passieren, das der Boden bricht und die Stütze dann im Kleiderschrank steht...

        Besitzer von Senseo Kaffeemaschinen und ähnliche Geräten, sollten diese im Winter unbedingt aus dem Wohnwagen nehmen, da in den Maschinen immer ein Rest Wasser bleibt und die Dinger sehr empfindlich sind.

        Fernseher, Radio usw.lasse ich im Wagen, wobei im Winter diese Geräte erst eingeschaltet werden sollten nach dem es bereits ca 30- 40 Minuten  warm ist im Wohnwagen, ansonsten kann es einem passieren, dass die Netzteile sich in die ewigen Jagdgründe verabschieden. 

        Hab ich was vergessen? Verbesserungsvorschläge? Immer gern gesehen per Mail an Robert-Gabriel@gmx.de









            

        Freitag, 27. September 2013

        Gasprüfung für Wohnwagen und Wohnmobile

        Die Gasprüfung ist in den einschlägigen Internetforen ein absoluter Dauerbrenner. Die einen halten Sie für überflüssig, die anderen würden niemals darauf verzichten und noch andere werden nicht müde darauf hinzuweisen, dass die Gasprüfung zumindest für Wohnwagen keine Pflicht ist.

        Erschreckend das diese Art der Diskussion überhaupt geführt wird. Der gesunde Menschenverstand sollte jedem klar machen, dass Gas eben nicht ungefährlich ist und es ratsam ist die Anlage alle zwei Jahre durch einen Fachmann prüfen zu lassen. 

        In der Zwischenzeit schadet es auch nicht wenn der Besitzer mal eine Sichtprüfung macht und Leitungen und Verschraubungen mal mit so einem Leckspray einsprüht, um offensichtliche Lecks zu entdecken.
        Flüssiggas-Anlage: Alle zwei Jahre zum Check!
        Erst mit einer gut funktionierenden Heizung, dem Gaskocher und ggf. den auf Gas betriebenen Kühlschrank wird Camping zu einem wirklich komfortablen Erlebnis.

        Gas ist jedoch ein hochbrisanter Stoff, aus diesem Grunde ist für Wohnmobile die 2 jährige Prüfung Pflicht und wird beim TÜV als erheblicher Mangel gewertet sofern diese nicht durchgeführt wurde, somit bekommt man auch keinen Plakette für die HU. Beim Wohnwagen wird es als keiner Mangel gewertet und man bekommt die TÜV Plakette dennoch.
        Dieser Unterschied ist mindestens so schwachsinnig, wie manche politische Entscheidung im Bundestag....

        Welchen Unterschied macht es? 11Kg brennendes Gas verhalten sich im Wohnwagen ebenso, wie im Wohnmobil.

        Aus diesem Grund steht für mich fest, dass eine Prüfung mindestens alle 2 Jahre erfolgen sollte, wenn schon nicht aufgrund von gesetzlichen Vorschriften, dann wenigstens aus Gründen der Vernunft.

        Die Prüfung kann man bei den Händlern, dem TÜV, der Dekra und bei anderen Fachkundigen die eine entsprechende Prüfung ausführen dürfen erledigen lassen.

        Die Prüfung sollte auch für solche Fahrzeuge erfolgen, die fest auf einem Campingplatz stehen.

        Wir persönlichen lassen die Gasprüfung beim TÜV gleich mit erledigen.

        In der Regel findet man in den Platzordnungen der Campingplätze auch den Hinweis, dass man nur auf den Platz darf, wenn man einen gültige Gasprüfung vorweisen kann.

        Nun gibt es immer wieder gequälte Camperseelen die diese Prüfung als Abzocke bezeichnen und gleichzeitig als überflüssig abtun...

        Offensichtlich ist einigen Menschen das Thema Sicherheit nicht so wichtig und es ist schade um das liebe Geld, kann man doch besser in Pils und Korn investieren oder?

        Schlimm auch die unsäglichen Diskussionen darüber, ob der "TÜV Heini" das überhaupt vernünftig kann und auch macht... 

        Einfach erschreckend was manche sich gegenüber ausgebildeten KFZ Meistern und Ingenieuren   herausnehmen. Manche Beiträge in den Internetforen erinnern mich an die einschlägigen Camper Folgen in der auch manch schlichtes Gemüt unterwegs war :-)

        Aber zurück zur sachlichen Ebene, wir persönlich sind Kunden beim TÜV Nord (Delmenhorst) und sind dort immer freundlich, zuvorkommend und fachlich kompetent bedient worden.

        Eine Sichtprüfung nehme ich regelmäßig und vor Antritt der Fahrt immer vor. Dabei prüfe ich auch, ob die Flasche verschlossen ist.

        Sie sind verpflichtet, diese Gasprüfung durchführen zu lassen und eine Gasplakette an Ihrem Wohnwagenheck anzubringen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, die Betriebserlaubnis für Ihren Wohnwagen zu verlieren.

        Diese Prüfung ist in Deutschland eine behördliche Auflage und zwingend notwendig für das Betreiben einer Gasanlage im Wohnwagen. 

        Weil es in der Vergangenheit immer wieder zu Gasunfällen in Wohnwägen gekommen ist, verlangen auch Campingplätze immer häufiger nach dieser Überprüfung.

        Oft gibt es auch mobile Servicedienste die für wenig Geld die Prüfung direkt auf dem Campingplatz durchführen.

        Der Betrieb von Heizung oder Kühlschrank während der Fahrt ist untersagt, sofern man nicht die Fachhandel erhältlichen Spezialanschluss  Secu Motion verwendet.


        Auch für einige ältere Wohnwagen gibt es eine Ausnahmeregelung.

        Aber unabhängig von irgendwelchen Vorschriften bleibt bei uns das Gas während der Fahrt abgeschaltet und der Kühlschrank wird mit Eiskühlern aus der Gefriertruhe kalt gehalten. Auch 1 Liter Tetra Packs mit Saft die man einen Tag zuvor in der Gefriertruhe hatte. leisten da gute Dienste.

        In neueren Wohnwagen sollte auch der Betrieb über die 12 Volt Leitung während der Fahrt funktionieren.

        Auf den Fähren ist der Betrieb der Gasanlage verboten, das Gas muss abgestellt sein und der Flaschenkasten / Gaskasten darf nicht verschlossen sein, damit Personal im Notfall sofort an die Flaschen kann.

        Batterien, Stromleitungen und andere Zündquellen dürfen sich nicht im Gaskasten/Flaschkasten befinden!
        • keine Schalter
        • Steckverbinder 
        • Lampen
        • Batterien
        • Pumpen
        • Sat Kabel und Dosen
        • etc.
        Zündquelle ist ein weit gefasstes Wort. Schalter, Lampen, aber auch Motoren, wie Wasserpumpen (beim Einschalten und hochfahren und beim Betrieb mittels Kollektor und Läufer entstehen Funken) sind Zündquellen.

        Sat Antennenkabel führen 15 Volt Gleichstrom zur Versorgung des LNBs. Es enstehen auf jeden Fall kleine Funken beim zusammen stecken (schrauben).


        Ausnahmen:

        • EX-geschützten Teile
        • Gasfernschalter
        • Duomatic
        • Eis EX
        • usw.
        Verordnung geregelt im Blatt G607 der DVGW.

        Zum Thema Gasflaschen:
        • Flaschen müssen der Druckbehälterverordnung entsprechen.
        • Es dürfen innerhalb von Fahrzeugen nur je eine Gebrauchs- und eine Vorratsflasche bis zu je 14 kg Füllgewicht vorhanden sein.
        • Alle Flaschen müssen durch Halterungen unverrückbar und fest mit dem Fahrzeug verbunden und gegen Verdrehen gesichert sein.
        • Die Flaschenkästen oder -schränke müssen unverschließbare Öffnungen von mindestens 100 cm² freiem Querschnitt haben, die in oder unmittelbar über dem Boden zur Außenluft führen.
        Druckregler:

        Druckregelgeräte müssen DI N 4811, Teil 7, entsprechen, fest eingestellt sein und den Druck auf den Betriebsdruck der Geräte von 50 mbar, bzw. 30 mbar herabsetzen. Das Druckregelgerät ist unmittelbar am Entnahmeventil der Flasche oder des Gastanks anzuschließen.

        Die Gasprüfung muss nach der europäischen Norm EN 1949 und EN 12864/13786 erfolgen. Und diese fordern einen Austausch der Druckregelgeräte und der Schlauchleitungen spätestens nach zehn Jahren ab dem Herstelldatum. Der Zustand der Teile spielt dabei keine Rolle.
        Schlauchleitungen:

        Die Verbindung zwischen dem Druckregelgerät, der Gasflasche und der festen Rohrinstallation ist mit einer Schlauchleitung nach DIN 4815 herzustellen. Die Schlauchlänge darf bei Aufstellung der Flaschen in Schränken und Kästen 30 oder 40 cm betragen.

        Ergänzungen von Lesern:

        Auf deine Frage, ob ggf. etwas fehlt oder ergänzt werden könne:
        Die beweglichen Gasschläuche inkl.Druckminderer und Geräteanschluss-Leitungen werden aus Sicherheitsgründen alle 10 Jahre im Rahmen der Gasprüfung ausgetauscht.
        Diese sicherheitsrelevanten Bauteile sind daher allesamt mit dem Aufdruck des Herstellungsjahres versehen.

        Somit gibt es i.d.R. auch keine Probleme mehr mit den altbekannten, völlig porösen Schläuchen, ect.

        Neu ist, dass zumindest die Heizung im Rahmen der TÜV Prüfung unabhängig von der Gasprüfung geprüft wird. Ich weiß, dass es manchen nicht gefällt, ist aber zumindest hier bei uns so und ich finde es auch richtig.



        Habe ich was vergessen? Verbesserungsvorschläge? Gern per Mail an Robert-Gabriel@gmx.de












        Mittwoch, 18. September 2013

        Wassertank im Wohnwagen Reinigung und Nutzung

        In Wohnwagen ist ja nun so ein Teil mit 30-40 Tankinhalt verbaut und vorbei die Zeit, als man mit einem Kanister los gezogen ist und den in das Vorzelt gestellt hat.

        Ganz vorbei? Bei uns noch nicht ganz, wir stellen einen Kanister mit Ablaufhahn draußen auf, damit man sich mal eben im Vorbeigehen die Hände waschen kann.

        Es ist ja wunderbar komfortabel, man füllt den Tank und nach belieben kann man Wasser zapfen fast wie im trauten Heim.
        Aber dabei gibt es einige Dinge die es zu beachten gilt.


        Wie fülle ich den den Tank?:

        In der Regel finden man außen einen entsprechenden Tankstutzen über den man den Tank füllen kann.
        Im Normalfall verfügen diese Anschlüsse auch über einen Überlauf, so sollte das Überfüllen des Tankinhaltes ausgeschlossen sein.

        Aber hier beim füllen geht es schon los, die einen verwenden eine Gießkanne, die anderen einen Kanister und andere schlicht einen Schlauch. Ich muss gestehen, das wir je nach Örtlichkeit alle Varianten schon durch haben. 

        Ganz vorsichtige verwenden nur die eigene Gießkanne und setzen einen kleines Stück Schlauch (Lebensmittelecht) auf, da sie Angst vor Keimen haben, die in einem herkömmlichen Schlauch sein könnten.
        Die Diskussionen dazu im Internet so so lang und breit wie das alte Testament. Wer also auf Nummer sicher gehen will, holt sich eine Kanne (Trinkwassergeeignet) und füllt damit auf.
        Die weniger empfindlichen nehmen eine Kanne aus dem Baumarkt, halten die sauber und verwenden diese zum füllen.

        So macht das eben jeder anders... Wir verwenden auch gern mal einen ganz normalen Schlauch aus dem Baumarkt, der auf so einer kleinen Rolle von Gardena ist. Den Schlauch spüle ich kräftig aus und verwende ihn zum befüllen wenn am Platz ein entsprechender Anschluss  ist. Gibt es nur eine zentrale Zapfstelle dann nehme ich Kanne oder Kanister.

        Ob nun in den Kannen aus dem Baumarkt Weichmacher und andere Schadstoffe sind die dem Wasser "gefährlich" werden könnten muss jeder für sich selbst entscheiden. Nach meiner Meinung ist das Wasser nur kurz in der Kanne und stellt damit nicht wirklich ein Problem dar.

        Was ich mir allerdings genau anschaue, ist der oft vorhanden Schlauch an den Zapfstellen, manchmal sehen die sehr schmuddelig aus und daher hab ich immer ein kurzes Stück mit Gardena Kupplung  im Wohnwagen.

        Es soll Schmutzfinken geben, die ihren Fäkaltank an der Frischwassersäule ordentlich gereinigt haben und den Schlauch schön tief eingeführt haben.... 
        Selbst hab ich das nicht erlebt und kenne das nur aus Berichten aus einigen Internetforen. Ob es stimmen mag? Man muss mit allem rechnen heute...


        Was kann ich mit dem Wasser anfangen?


        Wir haben ja nun unseren Tank gefüllt und die nächste Überlegung ist, was mach ich mit dem Wasser? Nur zum Waschen? Kochen? Trinken?

        Die einen sagen so, die anderen so. Wir verwenden das Wasser im Tank zum Waschen, kochen, putzen und trinken es auch. Aber dazu gibt es sicher mehr als eine Meinung. Ich denke man kann das Wasser trinken wenn man sicher ist, dass der der Tank und die Leitungen wirklich sauber sind.

        Für die Tank und Leitungsreinigung gibt es eine Vielzahl von Produkten im Fachhandel. Als wir damals unseren alten gebrauchten Knaus gekauft hatten, habe ich versucht die Leitungen damit zu reinigen und ich habe jede Menge von dem Zeug gekauft. Überzeugt hat mich nichts, da nach etlichen Tagen immer noch schleimige Teilchen aus dem Hahn kamen und das war nicht sehr lecker. Ich habe dann mal die Leitungen betrachtet und diese waren schwarz...

        Geholfen hat dann der Einsatz von Danklorix (Bleichlauge) ich habe eine 1,5 Liter Flasche in den Tank geschüttet und vollständig mit Wasser aufgefüllt, dabei habe ich den Deckel innen im Tank aufgemacht und auch dort Wasser von Hand zugeführt, da man über den Tankstutzen nicht so weit auffüllen kann, das der Rand und die Säule benetzt werden.
        Danach habe ich die Hähne einzeln geöffnet und ablaufen lassen, damit das Zeug in den Leitungen steht und wirken kann. Danach über Nacht wirken lassen und am nächsten Tag reichlich gespült, Dann die nächste Flasche rein und das Ganze wiederholt. Die Brühe die da herauskam war furchtbar.

        Entscheidend ist, dass man danach ordentlich durchspült bis der Geruch nachlässt und man alles raus hat. 

        Bitte kein warmes Wasser verwenden und nicht mit anderen Stoffen mischen, da es zu unerwünschten chemischen Reaktionen kommen kann, bzw. mit warmen Wasser Chlor mit dem Wasserdampf aufsteigen kann. Der Wasserdampf sollte nicht eingeatmet werden.

        Seit den damals gemachten Erfahrungen wiederhole ich das mindestens einmal im Jahr.

        So habe ich keine Bedenken das Wasser im Wohnwagen voll umfänglich zu nutzen.

        Ist das gefährlich? Ich denke Nein!

        Bleichlauge (Danklorix) besteht aus:


        • hypochloriger Säure,
        • Natriumchlorid (Kochsalz)
        • Natronlauge



        Tabs für den Geschirrspüler und Schankanlagenreiniger enthalten genau diese Stoffe.

        Hersteller von Thermen auf Aluminium Basis warnen vor dem Einsatz derartiger Reinigungsmittel, da die Therme angegriffen werden könnte. Ich kann das nicht bestätigen da meine Therme das bisher schadlos überstanden hat. 

        In Amerika gibt es in den Bedienungsanleitungen für die Mikrowelle auch den Hinweis das man Katzen nicht in der Mikrowelle trocknen sollte...
        Bringen Silbrionen und andere Zusätze etwas? Ich denke NEIN. Silbrionen reinigen nichts, sondern verzögern nur die Verkeimung von Wasser. Sofern man also mit einer alten Galeere über Monate ins gelobte Land rudert, mag das sinnvoll sein.
        Aber ganz ehrlich, wie lange habe ich denn meine 30-40 Liter Wasser im Tank? Tage, Wochen,Monate?

        Wir nicht, bei uns reicht das Wasser in der Regel für 2 - 3 Tage und danach fülle ich wieder auf. Wenn man ganz vorsichtig ist, lässt man das Restwasser im Tank über den Ablauf ab, bevor man neu auffüllt.

        Die als Geheimtipp gepriesenen Gebißreiniger bringen zur Tankreinigung nichts und versauen nur die Leitungen. Also legt einfach weiter die Dritten darin ein :-)

        Andere Zusätze zur Wasserdesinfektion aus dem Fachhandel können helfen Wasser auf südlichen Campingplätzen trinkbar zu machen, sofern die Qualität schlecht ist. In Deutschland und in unseren bevorzugten Urlaubsregionen sehe ich da keinen Bedarf.


        Zur Dosierung:


        Ich habe jetzt in einigen Quellen nachgelesen das eine Dosierung vonn 1:10 zur Desinfektion ausreichen soll. Bei Reinigung von schwarzen Belägen kann das natürlich anders aussehen. Ich persönlich verfahre ja gern getreu dem Motto Viel hilft viel...



        Hinweise von Gästen:ich habe Euren Post gelesen und stimme Euch soweit zu. Der Hinweis auf Danklorix war sehr hilfreich für mich.  

        Ich habe mich daraufhin bei Danklorix umgeschaut und da wird empfohlen die Reinigungsflüssigkeit max. 30 Minuten einwirken zu lassen und nicht über Nacht. Die Verdünnung solte bei 1:10 liegen. Es wird auch von der Anwendung bei Aluteilen gewarnt. Ich finde es wichtig, dass alle Leitungen, Behälter usw bei längerer Nichtbenutzung abtrocknen können, das wirkt auch der Verschleimung entgegen.

        Hier der entsprechende Link: http://www.danklorix.de/tipps_garten.php

        und hier die Übersicht zur Desinfektion: http://www.danklorix.de/tipps_desinfektion.php



        Thema Umwelt: (entnommen der Homepage Danklorix)



        DanKlorix mit dem desinfizierenden Wirkstoff Natriumhypochlorit

        Es ist klar und rein und enthält nur einen altbewährten Wirkstoff: Natriumhypochlorit. Die bleichende Eigenart von Natriumhypochlorit wurde bereits im 18. Jahrhundert von dem französischen Chemiker Berthollet entdeckt. Ein Jahrhundert später wies der Franzose Labarraque die bakterientötende Wirkung nach. Dieser Wirkstoff ist ein anerkanntes, hochwirksames Desinfektionsmittel und wird deshalb u. A. Trinkwasser beigegeben und zur Wasser-Reinhaltung in Schwimmbädern eingesetzt.


        DanKlorix und der Verbleib in der Umwelt



        Der Wirkstoff Natriumhypochlorit zerfällt schon während der Anwendung zu Wasser, Sauerstoff und etwas Kochsalz.

        Die in DanKlorix enthaltenen Alkalien werden bereits im Abwasser neutralisiert und die Tenside sind ebenfalls biologisch abbaubar gemäß EU-Detergenzienverordnung.

        Das Flaschenmaterial Polyethylen ist wieder verwertbar und ist auf der Deponie Grundwasserneutral.



        Ausspülen nach der Reinigung

        Tipps zum Ausspülen: nach dem ersten Freispülen mit Kaliumjodidstärkepapier auf Rückstände prüfen und dann das System mit Wasser füllen und min 1h stehen lassen damit auch wirklich jeder Rest ausdiffundiert.. Im zweiten Spülgang nochmal genausoviel / lange spülen wie beim ersten Freispülen.

        Was mache im Winter?


        Der Tank sollte vollständig entleert werden, dazu findet man im Tank meistens einen Stöpsel den man ziehen kann, zusätzlich werden die Ablaufhähne für warm und Kaltwasser vollständig geöffnet. Die Wasserhähne sind in Mittelstellung zu bringen und bleiben geöffnet. Hängt der Wohnwagen im Winter am Strom, sollte die Stromzufuhr zur Wasserpumpe unterbrochen werden, damit die Pumpe nicht läuft. Ich habe mir dazu einen kleinen Schalter eingebaut.

        Hat man eine Dusche kann man den Duschkopf abnehmen und Luft hineinblasen so bekommt man das Wasser komplett raus. Raucherlungen können dazu natürlich auch eine Luftpumpe nehmen :-)

        Was mache ich mit dem Spültank für die Toilette?

        Man kann in der Regel über das kleine Schauglas das Wasser ablassen, dazu wird das Röhrchen aus dem Gummi gezogen und nach unten gehalten. Aus selbst gemachten Erfahrungen weiß ich, dass man nicht immer alles Wasser herausbekommt, dazu kommt das wir auch im Winter mal eben zu dem einen oder anderen Weihnachtsmarkt fahren und die Toiletten betriebsbereit haben wollen.

        Aus diesem Grund fülle ich den Wassertank für die Toiletten mit Frostschutz für Scheibenwaschanlagen auf, so kann mir nix passieren. Je nach Temperatur im entsprechenden Mischungsverhältnis das auf der Packung angegeben ist.

        Habe ich was vergessen? Anregungen Erweiterungsvorschläge? Einfach eine Mail an:

        Robert-Gabriel@gmx.de




          




        Dienstag, 20. August 2013